Wohnhaus
Unter den Ulmen 106 · Marienburg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1928 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Unter den Ulmen 106, 50968 Köln |
| Baujahr | um 1900 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 02.12.1983 |
| Stadtteil | Marienburg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Marienburg, da es ein wesentliches Element des weitgehend erhaltenen Villenvororts aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts darstellt. Dieses Ensemble, gelegen auf einem hochwasserfreien Hügel in Stadtnähe, steht nahe den Resten eines römischen Flottenkastells, auf dessen Grundmauern im 18. Jahrhundert eine Windmühle errichtet wurde. Im 19. Jahrhundert wurde auf dem Gelände nach Plänen des Stadtbaumeisters H.J. Stübben eine Villenkolonie, benannt nach dem örtlichen Gutshof, angelegt. Bedeutende deutsche Architekten wie Paul Bonatz, Otto March, Hermann Olbrich und andere haben hier wertvolle und unverzichtbare Beispiele repräsentativen Wohnens zusammen mit den gleichzeitig angelegten Gärten und Parkanlagen geschaffen.
Die um 1900 erbaute, zweigeschossige Villa mit zwei Achsen besitzt eine Backsteinfassade mit Werksteingliederung. Stilistisch ist das Gebäude der Neurenaissance zuzuordnen, vor allem durch den geschwungenen Schmuckgiebel über dem Anbau auf dem abgeschrägten Erker des Erdgeschosses. Auch die Seitenfassaden sind durch Risalite gegliedert, während das Haus sich zum Garten hin mit einer großen Freitreppe und Balkon im ersten Obergeschoß öffnet. Das Dachgeschoß mit Mansarddach ist voll ausgebaut. Die Fenster sind als Holzfenster original erhalten, ebenso die Eingangstüre. Der hintere Teil des Gartens ist für einen Neubau abgetrennt worden. Alter Baumbestand (Nußbaum). Der Vorgarten besitzt den originalen Gitterzaun.
Im Inneren blieb die schöne Holztreppe mit Holzgeländer erhalten, ebenfalls die Türen und der Bodenbelag sowie zum Teil die Wandvertäfelung. Die Decken wurden abgehängt (darunter Stuckdecken?).
Städtebaulich dokumentiert das Gebäude die Erstbebauung Marienburgs, die sich auch in den denkmalgeschützten Bauten Nr. 96 und 112 erhalten hat. Das Gebäude ist maßstabbildend für den Marienburger Ensemble-Bereich und deshalb unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0