Wohnhaus
Eichendorffstraße 2 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2077 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Eichendorffstraße 2, 50823 Köln |
| Baujahr | 1904 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 01.02.1984 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Neuehrenfeld, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Dieser Stadtteil wurde von Ehrenfeld aus, das 1879 die Stadtrechte erhielt, gegründet, wobei es vom Norden her (Landmannstraße, Lenauplatz) und von Süden her (Ottostraße, Eichendorffstraße) erschlossen wurde. Backsteinkirchen in neugotischem Stil, St. Anna in der Ottostraße, St. Peter am Simarplatz, bildeten Beziehungspunkte der Wohnbesiedlung. Im Norden (Takuplatz) wurde von Genossenschaften (z.B. Ehrenfelder Wohnungsgesellschaft) besiedelt. Die Eichendorffstraße liegt im mittleren Ensemble-Bereich Neuehrenfelds. Sie ist auf den Turm der St. Anna Kirche ausgerichtet.
Das 1904 erbaute, viergeschossige Wohnhaus mit reichem Dachausbau besitzt eine Stuckfassade mit drei Achsen. Die mittlere und die rechte Achse werden von jeweils zwei Fenstern gebildet. Der deshalb asymmetrisch vorgesetzte Mittelrisalit endet im Dachgeschoß in einem breiten Balkon, über den sich der Schmuckgiebel mit einem hohen Steildach erhebt. Die leicht veränderte Stuckfassade ist zurückhaltend mit Anklängen an den Jugendstil gestaltet und entspricht dem bürgerlich-repräsentativen Charakter der von Bäumen bestandenen Wohnstraße. Auch der Vorgarten deutet auf gehobene Wohnansprüche. Die sehr schönen Holzfenster sind original.
Im Inneren des Hauses hat der Eingang seine ursprüngliche Ausstattung bewahrt: Fliesen an Wand und Fußboden, stuckierte Decke, stuckierter Stützbogen, Terrazzotreppe mit Eisengeländer. Hinter der Backsteinfassade liegt ein teilweise noch originaler Garten. Die Wohnungs- und Zimmertüren blieben erhalten, wie auch größtenteils die Stuckdecken.
Städtebaulich ist die überwiegend aus dem Jahr 1904 stammende Bebauung der Eichendorffstraße in ihrer fast vollständig erhaltenen Bausubstanz ein Dokument eines originalen Stadtraums, der wegen seiner Qualität und Originalität unverzichtbar ist.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0