Wohnhaus
Petersbergstraße 51 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2512 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Petersbergstraße 51, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.07.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Petersbergstraße verläuft parallel zur Luxemburger Straße und verbindet den stadtnahen Bereich mit der Bebauung am Klettenbergpark. Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Das zwischen 1905 und 1910 errichtete dreigeschossige Wohngebäude mit drei Achsen zeichnet sich durch eine Putzfassade mit Werksteinsockel aus, was dem baulichen Anspruch der gleichzeitigen Bebauung des Klettenberggürtels entspricht. Der einachsige Mittelrisalit mit breitem Fenster betont die Axialität des Hauses, der (sicher ehemals vorhandene) Ziergiebel im DG fehlt. Sehr charaktervoll ist das breite, teilweise Relief-geschmückte Kranzgesims, das die bedeutsame Strenge der Fassade unterstreicht. Ein einmaliges architektonisches Element stellt die Wiederholung der sich vorwälbenden Erkerbrüstung in der rechten Nebenachse als Scheinbalkone in den OGs dar. Die Fenster wurden stilähnlich erneuert, die Haustür ist neu. Originale Fenster im EG. Im Innern dokumentiert sich die Materialqualität der Fassade in der Marmorverkleidung des Eingangs und der Zwischentreppe, zu denen klassizistische Stuckreliefs an den Seitenwänden treten. Über den gefliesten Hausflur wird die Terrazzotreppe mit Holzgeländer erschlossen; die Wohnungen wurden allerdings renoviert. Städtebaulich ist das Gebäude ein unverzichtbarer Teil des Ensembles der Petersbergstraße, die von Norden nach Süden fortschreitend zwischen 1905 und 1918 bebaut wurde. Das charaktervolle Bauwerk ist bereits dem Klassizismus der Vorkriegszeit zuzurechnen, dem auch die gegenüberliegenden Bauten 58 - 63 angehören. Das wertvolle Wohnhaus ist deshalb unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0