Wohnhaus

Siebengebirgsallee 5 · Klettenberg

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2329
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Siebengebirgsallee 5, 50939 Köln
Baujahrum 1906
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 03.05.1984
Stadtteil Klettenberg

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Siebengebirgsallee ist als historische Wohnstraße beispielhaft für städtisches, durch Begrünung aufgelockertes Wohnen um 1910.

Das dreiachsige, relativ schmale Mietstockwerksgebäude steht hier, am nördlichen Anfang der Siebengebirgsallee, für den Typ einer noch vom Historismus geprägten Fassadengestaltung, wobei die Putzfassade eine relativ zurückhaltende Stuckgliederung aufweist. Das um 1906 erbaute, dreigeschossige Haus ist ein Beispiel einer relativ einfach gestalteten Fassade, die jedoch mit axialem Mittelerker und barockem Ziergiebel die wesentlichen Stilelemente seiner Zeit aufweist. Der relativ schlechte Zustand der Außenansicht wird aufgewogen durch die originalen Fenster im EG und 1. OG und durch die originale Einfriedung des Vorgartens, die den Denkmalwert des Gebäudes wesentlich erhöhen. Im Innern blieben die Terrazzotreppe mit Holzgeländer, vor allem aber die sehr bemerkenswerte Wandverfliesung des Eingangs im Jugendstil erhalten (teilweise originale Zimmertüren). Städtebaulich dokumentiert die Siebengebirgsallee die Entwicklung des repräsentativen Mietwohnhauses von 1905 bis 1925, wobei das o. g. Gebäude deutlich den Beginn des Jugendstileinflusses charakterisiert. Mit den Nachbarbauten und gegenüberliegenden Häusern bildet es ein Ensemble, in dem es als Teilstück unverzichtbar ist.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0