Wohnhaus

Siebengebirgsallee 6 · Klettenberg

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2334
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Siebengebirgsallee 6, 50939 Köln
Baujahrum 1906
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 03.05.1984
Stadtteil Klettenberg

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Siebengebirgsallee ist als historische Wohnstraße beispielhaft für städtisches, durch Begrünung aufgelockertes Wohnen um 1910.

Das um 1906 erbaute dreigeschossige Wohnhaus dokumentiert den Stil des späten, sich an die Gotik anlehnenden Historismus, der jedoch die für die Zeit typische Auflockerung und Vereinfachung (Putzfassade mit Stuckgliederung) erfahren hat. Die axiale Gestaltung des dreiachsigen Gebäudes wird durch ein zwillingsfenstriges Mittelrisalit betont, das mit einem gotisch getreppten Schmuckgiebel abschließt. Originale Fenster und sogar die originale Haustür belegen den ausgezeichneten Erhaltungszustand, der sich im Innenausbau fortsetzt. Rückwärtige Fassade in Backstein. Die zeitgenössische Terrazzotreppe mit Holzgeländer führt in die Geschosse, die noch die originalen Wohnungs- und Zimmertüren, teilweise sogar noch Stuckdecken aufweisen. Originales Buntglas im Treppenhausfenster. Im Eingangsbereich blieb der Terrazzoboden erhalten. Städtebaulich dokumentiert die Siebengebirgsallee die Entwicklung des repräsentativen Wohnhauses von 1905 bis 1925, wobei das o. g. Gebäude einen Frühstil darstellt. Das fast gleichartige Nebengebäude Nr. 8 zeigt schon eine größere Lockerung der ornamentalen Struktur, die mit einer stärkeren Betonung des Repräsentativen einhergeht. Innerhalb dieser kunsthistorisch aufschlußreichen und bedeutenden Fassadenreihe ist das Gebäude unverzichtbar.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0