Wohnhaus

Siebengebirgsallee 8 · Klettenberg

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2335
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Siebengebirgsallee 8, 50939 Köln
Baujahrum 1906
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 03.05.1984
Stadtteil Klettenberg

Der Stadtteil Klettenberg, der zusammen mit der Kölner Neustadt das geschlossenste und besterhaltenste gründerzeitliche Wohnviertel Kölns darstellt, ist erst nach der Jahrhundertwende im Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerkbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Siebengebirgsallee ist als historische Wohnstraße beispielhaft für städtisches, mit Grün durchwachsenes Wohnen vor 1914. Das o. g. Objekt ist integraler Bestandteil des geschlossenen und nahezu vollständig erhaltenen Straßenensembles Siebengebirgsallee und korrespondiert in Aufbau und Fassadengliederung mit den Nachbarhäusern. Von besonderer Bedeutung ist das bereits in Formen des Jugendstils gestaltete Wohnhaus schließlich auch für das Verständnis der Architekturentwicklung vom Historismus zur Moderne.

Erbaut um 1906, 3 Geschosse, 3 Achsen, Putzfassade mit Stuckgliederung im Jugendstil, EG mit Fugenschnitt, Mittelrisalit mit geschweiftem Ziergiebel, seitlich davon je eine Gaube; Fenster verändert, Haustür original. Rückfront in Backstein. Im Innern original erhalten: Vestibül mit Wand- und Deckenstuck, Terrazzotreppe mit Holzgeländer, 3 Treppenhausfenster mit farbiger Bleiverglasung, Wohnungstüren, in den Wohnungen Zimmertüren und z. T. Stuckdecken. Bestandteil des Denkmals ist auch der Vorgarten mit dem zeitgenössischen Einfriedungsgitter.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0