Wohnhaus
Siebengebirgsallee 12 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2336 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Siebengebirgsallee 12, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1906 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.05.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Siebengebirgeallee ist als historische Wohnstraße beispielhaft für städtisches, durch Begrünung aufgelockertes Wohnen um 1910.
Das vierachsige Wohnhaus wurde um 1906 gebaut und besitzt eine stuckierte Jugendstilfassade in barock-bewegtem Dekor. Die originale Einfriedung (Eisengitter) umgreift - wie im Haus Nr. 10 - einen kleinen Vorgarten. Fenster und Haustür wurden erneuert. Wie bei den Nachbarbauten ist auch hier eine axiale Gliederung der Fassade festzustellen, die durch den zweiachsigen Erker mit barock geschwungenem Schmuckgiebel betont wird. Durch spätere Aufstockung des DG wird der originale Eindruck der Fassade kaum beeinträchtigt. Rückwärtige Ansicht aus Backstein. Im Innern blieb im Eingang der Terrazzoboden wiewohl die Terrazzotreppe mit Holzgeländer original erhalten (einige Innentüren original). Städtebaulich dokumentiert die Siebengebirgsallee die Entwicklung des repräsentativen Mietwohnhauses von 1905 bis 1925, wobei da o. g. Gebäude deutlich den Typ des barock-bewegten Jugendstilhauses darstellt. Es ist damit Teil des fast noch vollständig erhaltenen Bauensembles dieser Straße, die trotz ihrer individuellen Vielfalt ihre historische Maßstäblichkeit und Einheitlichkeit bewahrt hat.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0