Wohnhaus

Siebengebirgsallee 10 · Klettenberg

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2358
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Siebengebirgsallee 10, 50939 Köln
Baujahrum 1906
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 04.05.1984
Stadtteil Klettenberg

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Siebengebirgsallee ist als historische Wohnstraße beispielhaft für städtebauliches, durch Begrünung aufgelokkertes Wohnen um 1910.

Das dreigeschossige Wohngebäude ist mit vier Achsen deutlich breiter als die vorgehenden Bauten Nr. 6 und 8 und zeigt in seiner repräsentativen Stuckfassade die phantasievolle Ausprägung eines barocken Jugendstils. Die Fassade ist noch - wie die Nachbarbauten - axial gegliedert, der Schmuckgiebel tritt allerdings hinter einem Balkon im DG etwas zurück. Die Fenster wurden größtenteils stilrichtig erneuert, auch die Haustür blieb original erhalten. Das Eisengitter der Einfriedung ist - wie das des Balkons - eine wertvolle Ergänzung des differenzierten und gut erhaltenen Baubestandes. Im Eingang dokumentiert sich der Jugendstil im reizvollen Fliesenbelag der Wände, wozu auch kleine seitliche Stuckornamente und der Terrazzoboden zu rechnen sind. Terrazzotreppe mit Holzgeländer. Rückwärtige Fassade in Backstein mit teilweise noch originalen Fenstern. Städtebaulich dokumentiert die Siebengebirgsallee die Entwicklung des repräsentativen Wohnhauses von 1905 bis 1925, wobei das o. g. Gebäude deutlich den Einfluß des Jugendstils in die nach Süden fortschreitende Bebauung darstellt. Andererseits ist die axiale Aufteilung und die starke Bebauungsdichte noch typisch für die Frühbebauung Klettenbergs, die im nördlichen Teil der Allee festzustellen ist. Das Gebäude ist als wertvolles Dokument des Jugendstils unverzichtbar.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0