Wohnhaus
Siebengebirgsallee 16 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2338 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Siebengebirgsallee 16, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1910 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.05.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Siebengebirgsallee ist als historische Wohnstraße beispielhaft für städtisches, mit Grün durchwachsenes Wohnen von 1914.
Das um 1910 erbaute Wohnhaus ist als dreiachsiges Gebäude einhüftig organisiert. Mit seinem hohen Fachwerkgiebel ähnelt es dem Haus Nr. 16 (oder Haus Nr. 32), das ebenfalls im späten, rustikalen Jugendstil errichtet wurde. Durch einen kräftigen Mittelerker wird die Fassade axial gegliedert. Die Seitenachsen bestehen aus jeweils zwei gekuppelten Fenstern. Die Fassade ist verputzt mit glatten Rahmen um die Fenster. Die Haustür ist original, Fenster teilweise erneuert. Sehr charaktervoll ist die historische Einfriedung des Vorgartens, die evtl. fünf bis zehn Jahre nach dem Hausbau gefertigt wurde. Auch das Innere wird der Repräsentation der Fassade gerecht. Mit Marmor kassetierte Treppenhauswände (wie in den Häusern 22 bis 18), Terrazzotreppe mit Holzgeländer, sogar die Buntglasfenster des Treppenhauses sind, wie die Wohnungs- und Zimmertüren, historisch. Auch die Stuckdecken blieben in diesem sehr gepflegten und bis in die Treppenhauslampen original verbliebenem Gebäude erhalten. Städtebaulich ist das Gebäude im fast vollständig original erhaltenen Straßenzug eine bedeutende Dominante, deren Stilmittel von anderen Bauten eigenständig variiert werden. Die Variationsbreite des Typus ist wissenschaftlich sehr aufschlußreich und von erheblicher städtebaulicher Bedeutung, da sie eine Spätform des bürgerlichen Bauens im Historismus dokumentiert. Das Gebäude ist deshalb unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0