Wohnhaus
Siebengebirgsallee 14 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2337 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Siebengebirgsallee 14, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1910 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.05.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Siebengebirgsallee ist als historische Wohnstraße beispielhaft für städtisches, mit Grün durchwachsenes Wohnen vor 1914.
Das um 1910 erbaute dreiachsige Mietstockwerksgebäude überrascht durch seine gerade und klare Strukturierung. Die streng axial organisierte Putzfassade mit ihrem durch alle drei Geschosse durchlaufenden Mittelrisalit wird durch wenige geometrische Stuckornamente gegliedert, die vor allem das 1. und 2. OG des Erkers akzentuieren. Die Fenster sind, wie die Haustür, original. Sehr ausgeprägt ist der Mittelgiebel über dem Erker, der an die kubisch-klassischen Formen des englischen Jugendstils (Macintosh) bzw. des frühen Bauhaus erinnert. Das Innere mit originaler Haustür zeigt durch geflieste Seitenwände (Jugendstilfliesen) des Eingangs sowie verflieste Treppenhauswände (Terrazzotreppe mit Eisengeländer) deutlich die Hinwendung zum Sachlichen, Praktischen. Die Wohnungstüren sind teilweise original, einige Stuckdekken haben sich erhalten. Im Ensemble der Siebengebirgsallee sind kunsthistorisch die unterschiedlichen Stilrichtungen von großem Interesse, dokumentieren sie doch die starke Variationsbreite der Architektur gerade im großbürgerlichen Mehrgeschoßbau von 1914. Anklänge an Haus Nr. 24, aber auch an Nr. 74 und 76 machen jeden dieser Bauten zu einem unverzichtbaren Dokument des individuellen Bauanspruchs, der als Ganzes jedoch wieder die einzigartige Geschlossenheit des Ensembles ergibt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0