Wohnhaus
Siebengebirgsallee 30 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2341 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Siebengebirgsallee 30, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1906 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.05.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Siebengebirgsallee ist als historische Wohnstraße beispielhaft für städtisches, mit Grün durchwachsenes Wohnen vor 1914.
Das um 1906 erbaute dreigeschossige Wohnhaus aus der Zeit um 1906 wird in seinen drei Achsen durch einen Mittelerker über zwei Geschosse plastisch gegliedert. Ein hoher Treppengiebel erinnert zusammen mit der Ziegelstruktur der Fassade (mit Putzstreifen) an niederländische Vorbilder. Durch Erhaltung der Fenster und der Haustür bietet sich die Fassade fast in ihrem gründerzeitlichen Originalzustand dar, wozu auch die gute Erhaltung des Vorgartens mit einem sehr ausdrucksvollen Eisengitter gehört. Rückwärtige Fassade in Backstein. Im Innern zeigt sich der Eingang mit dem originalen Fliesenbelag, Differenzstufen in Marmor, Terrazzotreppenhaus mit Holzgeländer. Die Wohnungstüren wurden erneuert, die Zimmertüren blieben überwiegend original erhalten. Städtebaulich ist dieses relativ vollständig überkommene, sehr qualitätvolle Gebäude des späten Historismus ein unverzichtbarer Teil des historischen Ensembles des Siebengebirgsallee. In dieser, meist von Jugendstilhäusern bebauten Straße steht die Fassade als Beispiel einer derzeit eher konventionellen Bauweise, die aber hier nicht weniger souverän mit den historisierenden Motive arbeitete. Die ausgewogene Gesamtkonzeption des Hauses ist unbedingt erhaltenswert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0