Wohnhaus
Rolandstraße 18 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2449 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Rolandstraße 18, 50677 Köln |
| Baujahr | um 1914 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 05.06.1984 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von Hermann-Joseph Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Kartäuserwall und den preußischen Befestigungsanlagen ein Netz von Straßen mit jeweils unterschiedlicher sozialer Bestimmung entstehen. In der Rolandstraße entstanden vor allem Wohn- und Geschäftshäuser für Bewohner mit mittleren bis gehobenen Wohnansprüchen.
Das viergeschossige Haus mit einem Sockel- und einem Giebelgeschoß Rolandstraße 18 wurde um 1914 errichtet. Es zeigt eine sechsachsige Fassade mit zwei Erkern, zwei Giebeln und zwei Balkons und einer einfachen Stuckgliederung im Stil des Neoklassizismus. Zwei originale Außentüren (Haustür und Tür zum Souterrain) ergänzen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung. Im Hausinnern sind erhaltungswürdig: Marmorstufen, Marmorwandverkleidung und einfacher Deckenstuck im Hausflur, eine Marmortreppe mit Eisengeländer, origianle Wohnungseingangstüren und eine originale Aufzugskabine (Bj. 1929), originale Zimmertüren, Fußbodenfliesen in den Küchen sowie die originale Grundrißstruktur der Wohnräume. Das o. g. Objekt besteht aus zwei gleichen spiegelbildlich zueinander zugeordneten Drei-Achsen-Teilbauten, von denen jeder Teil eine Variante des ehemals für Köln charakteristischen Drei-Fenster-Hauses auf L-förmigem Grundriß darstellt. Mit den Nachbarhäusern Nr. 14, 70, 72 bildet das o. g. "Doppelhaus" ein städtebauliches Ensemble typengleicher Häuser (vier Geschosse, Erker, Giebel, DGs), die eine kontinuierliche Hausfront und eine architektonische Antwort auf den gegenüberliegenden Gebäudekomplex der kath. Pfarrkirche und des Klosters Maria-Hilf (Rolandstr. 57 - 61) darstellen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0