Wohnhaus
Petersbergstraße 11 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2509 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Petersbergstraße 11, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.07.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Petersbergstraße verläuft parallel zur Luxemburger Straße und verbindet den städtischen Bereich mit der Bebauung am Klettenbergpark.Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Das um 1905 erbaute, dreigeschossige Mietstockwerkgebäude ist mit der originalen Vorgarteneinfriedung ein besonders ausgewogenes und beeindruckendes Beispiel des beginnenden, noch leicht historisierenden Jugendstils. Die dreiachsige Stuckfassade wird auch hier durch einen Mittelerker plastisch akzentuiert, über dem sich im DG ein sehr hoher, mit Fachwerk verzierter Giebel erhebt. Mit der originalen Haustür, den originalen Fenstern und der sehr charaktervollen, originalen Einfriedung ist ein außerordentlich guter Erhaltungszustand der qualitätvollen Fassade festzustellen. (Rückwärtige Aussicht in Backstein). Dieser Eindruck wiederholt sich im Innern, wo im Eingang der Terrazzoboden und die Decken- und Wandstuckierung in Quergurten erhalten blieben. Städtebaulich ist das Gebäude Teil des Ensembles der Petersbergstraße, die von Norden nach Süden fortschreitend bebaut wurde und deshalb eine Reihe hervorragender Bauwerke aus der Zeit von 1905 bis 1918 umfaßt. Das o. g. Gebäude ist für Köln unverzichtbar und ist ein herausragendes Beispiel qualitätvoller, historischer Wohnkultur der späten Gründerzeit.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0