Wohnhaus
Marienburger Straße 42 · Marienburg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2507 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Marienburger Straße 42, 50968 Köln |
| Baujahr | um 1914 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.07.1984 |
| Stadtteil | Marienburg |
Erbaut 1912/13, Architekt Paul Pott, rechte Hälfte des spiegelsymmetrisch aufgebauten Doppelhauses Nr. 40 - 42, zwei Geschosse und ausgebautes DG mit zwei originalen Gauben, Backsteinfassade, polygonaler Risalit, Walmdach; z. T. originale Fenster (Schlagläden im OG). Seitenfassade mit niedrigerem Treppenhausrisalit und überdachtem Hauseingang. Gartenfassade mit Portikus auf Säulen und originaler Eisentreppe zum Garten. Im Innern original erhalten: Marmorboden und Marmorwandverkleidung im Windfang, Kamin und Kölner Decke in der Eingangshalle, Holzvertäfelung im Gartenzimmer, Stuckdecken und Parkettfußboden (EG; Reste der originalen Wandbemalung im Vestibül (OG); größtenteils Türen und Beschläge. Bestandteil des Denkmals ist auch die Gartenanlage mit Vorgarten und Grundstückseinfriedung.
Marienburg zählt durch die Vielzahl seiner im Verhältnis zur übrigen Stadt im Krieg weitgehend verschonten und im originalen Zustand erhaltenen Bauten zu einer der im historischen Simme besterhaltenen Gebiete der Stadt Köln. Seit der Gründung dieses Villenvororts im späten 19. Jh. haben hier in Marienburg bedeutende Architekten aus Köln und dem übrigen Deutschland Villen und Landhäuser errichtet, wodurch dieser Vorort gleichzeitig eines der architekturhistorisch interessantesten Wohngebiete in Köln und darüber hinaus auch in Deutschland ist. Das Haus Marienburger Straße 42 ist als historischer Bau ein wichtiger Bestandteil des baulichen und wegen seiner Gesamtplanung auch städtebaulichen "Ensembles Villenvorort Marienburg". Innerhalb der geschichtlichen Entwicklung Marienburgs ist der Bau u. a. deshalb von besonderem Interesse, weil er in lebendigem Kontrast die Architekturentwicklung vom Historismus zur Moderne dokumentiert. Erst durch die Vielzahl der Stile und Hausformen bei gleichzeitiger Unterordnung unter ein Gesamtbild erhält das architektonische Erscheinungsbild des Vorortes Marienburg seine spezifische Ausprägung.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0