Wohnhaus

Weißenburgstraße 46 · Neustadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2598
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Weißenburgstraße 46, 50670 Köln
Baujahrum 1906
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 23.07.1984
Stadtteil Neustadt/Nord

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des nördlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von Hermann-Joseph Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Thürmchenswall und den preußischne Befestigungsanlagen ein Netz von Straßen mit jeweils unterschiedlicher sozialer Bestimmung entstehen. In der Weißenburgstraße entstanden vor allem Wohn- und Geschäftshäuser für Bewohner mit gehobenen und mittleren Wohnansprüchen.

Das viergeschossige Wohn- und Geschäftshaus mit einem Sockel- und einem Giebelgeschoß Weißenburgstraße 46 wurde um 1906 errichtet. Es zeigt eine in den OGs symmetrisch konzipierte Fassade mit einem Mittelerker, Balkon und Ziergiebel und einer vertikal orientierten Stuckgliederung im Jugendstil, in dem starke neubarocke Einflüsse sichtbar sind. Originale Fenster sowie die originale Hauseingangtür ergänzen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung. Im Hausinnern ist erhaltungswürdig: Marmorfußboden, -treppe und -wandverkleidung, ein schmiedeeisernes Geländer sowie Wand- und Deckenstuck im Hausflur, eine Terrazzotreppe mit Holzgeländer und Fliesenpodesten, originale Hauseingangstüren und Deckenstuck im Treppenhaus, originale Zimmertüren und Dekkenstuck in den Wohnräumen sowie die original Grundrißstruktur der Wohnungen. Das o. g. Objekt stellt eine großstädtische Variante des ehemals für Köln charakteristischen Dreifensterhauses auf L-förmigen Grundriß dar. Mit den Bauten Nr. 27 - 39, 57, 63, 40, 42, 50 - 56, 68 - 76 bildet es ein städtebauliches Ensemble viergeschossiger, dreiachsiger Häuser mit Mittelerker und -giebel im Jugendstil, das in seiner Geschlossenheit einen hohen Seltenheits- und in der künstlerischen Qualität ästhetischen Wert repräsentiert. Die breite Allee erhält durch dieses Ensemble ihr charkteristisches Erscheinungsbild.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0