Wohnhaus
Tiefentalstraße 30 · Mülheim
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2733 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Tiefentalstraße 30, 51063 Köln |
| Baujahr | um 1850 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 17.10.1984 |
| Stadtteil | Mülheim |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Mülheim, da es den Ausbauprozeß dieser, bis 1914 selbständigen, Stadt dokumentiert. Aufgrund der günstigen Verkehrslage (Rheinhafen, Straßen- und seit ca. 1850 Eisenbahnknotenpunkt) und der historisch-politischen Gegebenheiten (Tradition der religiösen Freiheit) entwickelte sich Mülheim im 19. Jh. aus einer Gewerbestadt zum industiellen Vorort (Waggonfabrik Zypen & Charlier 1846, Bleiweißfabrik Lindgen & Söhne 1851, Walzwerk Böcking & Cie. 1872, Drahtseilerei Felten & Guilleaume 1874). Als Folge dieser Industrialisierung erlebte Mülheim einen wirtschaftlichen Aufschwung mit Bevölkerungszuwachs, der zur raschen Bebauung des bis dahin freien Geländes entlang der Hauptstraßen und in der Nähe der neuen Industrieanlagen führte.
Das zweigeschossige Wohnhaus Tiefentalstraße 30 wurde um 1850 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige Fassade mit Stuckgliederung im Stil des Klassizismus. Als ein Dreifensterhaus repräsentiert das o. g. Objekt den damals für Köln und Mülheim charakteristischen Haustypus - hier allerdings in einer kleinstädtischen Aufmachung (ohne Hofanbau, zweigeschossig). Mit den Nachbarbauten Nr. 28 und 32 sowie mit Nr. 9 und 11 bildet das o. g. Objekt ein städtebauliches Ensemble zweigeschossiger, drei- bis vierachsiger Häuser mit historisierenden Fassaden (Klassizismus bzw. Neorenaissance), das einen Teil der ältesten Bebauung Mülheims aus der Industrialisierungsphase darstellt und somit einen hohen Seltenheitswert repräsentiert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0