Wohnhaus
Stammstraße 31 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2770 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Stammstraße 31, 50823 Köln |
| Baujahr | 1893 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.12.1984 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Ehrenfeld, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Ehrenfeld entstand 1845 durch eine spekulative Initiative von Köln aus als erster linksrheinischer Vorort (unter Mitwirkung von Stadtbaumeister Weyer), da innerhalb der Mauerumwallung Kölns die Bauplätze knapp wurden. Durch industrielle Ansiedlungen gewann der Ort schnell an Bedeutung und besaß kurzzeitig, bis zur Eingliederung nach Köln Ende des 19. Jh., die Stadtrechte. Das Haus ist ein geschichtliches Dokument städtischer Erstbebauung nach der Eingemeindung Ehrenfelds. Die Stammstraße ist eine lange, aber schmale Wohn- und Geschäftsstraße im Herzen Ehrenfelds.
Das 1893 erbaute Mietstockwerksgebäude besitzt eine schlichte historisierend-klassizistische Stuckfassade. Die drei Achsen des dreigeschossigen Gebäudes sind gereiht; Haustür und Fenster wurden erneuert (bis auf ein Fenster im EG). Ein durchlaufendes Gesims über den Fenstern des 1. OG verleiht dem Gebäude eine gewisse Ausdruckskraft. Im Innern blieb der für diesen Stadtbereich typische, schlichte historische Ausbau teilweise erhalten. Der Fliesenbelag im Eingang (weiß/hellblau) führt zur Holztreppe mit größtenteils originalem Holzgeländer. Die schlichten Wohnungsabschlüsse sowie die Zimmertüren sind aus der Erbauungszeit. Ein zweigeschossiges Hinterhaus mit Backsteinfassade wie beim Vordergebäude, schließt den schmalen Hinterhof mit originaler Mauereinfriedung ab. Städtebaulich ist das zwischen einer historischen Fassade (Nr. 2 a) und einem Neubau (Nr. 33) gelegene Gebäude mit den gegenüberliegenden Häusern 32 und 34 (letzteres restauriert) ein relativ geschlossen erhaltenes Dokument der originalen Maßstäblichkeit dieses Wohnumfelds einfacherer Bürgerschichten. Als dokumentarischer Teil dieses Restbestands ist es unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0