Wohnhaus
Philippstraße 64 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2580 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Philippstraße 64, 50823 Köln |
| Baujahr | 1890 bis 1895 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 23.07.1984 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Ehrenfeld, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Ehrenfeld entstand 1845 durch eine spekulative Initiative von Köln aus als erster linksrheinischer Vorort (unter Mitwirkung von Stadtbaumeister Weyer), da innerhalb der Mauerumwallung Kölns die Bauplätze knapp wurden. Durch industrielle Ansiedlungen gewann der Ort schnell an Bedeutung und besaß kurzzeitig, bis zur Eingliederung nach Köln Ende des 19. Jh., die Stadtrechte. Das Haus ist ein geschichtliches Dokument städtischer Erstbebauung nach der Eingemeindung Ehrenfelds. Die Philippstraße liegt im kleinbürgerlichen Wohngebiet Ehrenfelds nördlich der Venloer Straße.
Das um 1890 bis 1895 erbaute dreigeschossige Wohnhaus entspricht mit seiner dreiachsigen Stuckfassade dem Grundtyp des Kölner Wohnhauses. Die historisierende, mit Renaissance - Elementen geschmückte Fassade betont leicht die Mittelachse, ordnet sich dabei durch Verzicht auf Balkon oder Erker der einfachen Gestaltung der relativ schmalen Philippstraße unter. Die Fenster blieben überwiegend original erhalten, die Haustür wurde erneuert. In der Höhe der Gesimse und in einigen Details der Stuckierung sind die Häuser Nr. 62 und 67 sehr ähnlich; die Haustüren der Nachbbauten liegen jeweils auf der Außenachse. Im Eingang blieb der schwarz-weiße Fliesenbelag, diagonal verlegt, erhalten. Eine Holztreppe mit Holzgeländer führt in die teilweise erneuerten Wohnungen (originale Zimmertüren). Ein zweistöckiges Hinterhaus sowie ein Sanitäranbau an der rückwärtiges Backsteinfassade sind typisch für die dichte Besiedlung Ehrenfelds vor der Jahrhundertwende (kleines Höfchen). Städtebaulich ist das Gebäude innerhalb des alten, verkehrsberuhigten Wohngebiets mit dem Nachbargebäue Nr. 62 maßstabbildend und charakteristisch für die hier eher kleinbürgerliche Baustruktur. Die Einheitlichkeit der historischen Bebauung trotz der Vielfalt der Formensprache ist noch heute offensichtlich und unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0