Wohnhaus

Eisenachstraße 49 · Nippes

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2960
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Eisenachstraße 49, 50733 Köln
Baujahrum 1905
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 25.03.1985
Stadtteil Nippes

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte des Menschen in Köln, insbesondere für den Stadtteil Nippes, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Nippes hat sich aus einer im Mittelalter zur Herrlichkeit Mauenheims gehörenden Ansammlung von Höfen entwickelt, von denen einer, am Nipp (= steil abfallende Höhe) gelegen, dem Stadtteil den Namen gab. Dieser wuchs erst aufgrund von Industrieansiedlungen (Porzellanfabrik, Werkstätte der Rheinischen Eisenbahn) in der zweiten Hälfte des 19. Jh. zu einer relativ geschlossenen Stadtlandschaft zusammen und wurde erst 1888 in die Stadt Köln eingemeindet. Die Eisenachstraße ist eine unmittelbar am Ausbesserungswerk der heutigen Bundesbahn gelegene Wohnstraße am Rande des Ensemblegebietes von Nippes.

Das um 1905 erbaute 2geschossige Arbeiterwohnhaus besitzt eine weiß geschlämmte Backsteinfassade von zwei Achsen. Der kleine Vorgarten wird von einem einfachen originalen Eisenzaun begrenzt. Die Holzfenster wurden nach dem Original erneuert. Zwei senkrechte, leicht zurückgesetzte Backsteinfelder sind der einzige Fassadenschmuck. Die Haustür ist original. Im Innern sind der Terrazzoboden im Eingang sowie die Terrazzotreppe original (Geländer erneuert). Die 2geschossige rückwärtige Fassade wird von den versetzten Fenstern des Treppenhauses bestimmt. Hier sind noch die originalen Fenster vorhanden. Zu dem Haus gehört ein kleines Gärtchen. Städtebaulich und soziologisch zeichnet sich die Eisenachstraße durch eine frühe Bebauung mit Arbeiterhäusern aus, die sich besonders auf der Seite mit ungeraden Hausnummern teilweise original erhalten hat. Noch heute ist eine Folge aus jeweils drei bis vier 2geschossigen Reihenhäusern zu erkennen, die jeweils von einem 3geschossigen, meist giebelständigem Eckgebäude flankiert werden (hier die Häuser 45 und 43). Bei aller Verschiedenheit der schlichten Fassaden sind noch sich wiederholende Architekturelemente erkennbar. Die Fassade des Hauses Nr. 49 ist allerdings ein Sonderfall. Innerhalb des zeittypischen Ensembles ist das Gebäude dennnoch unentbehrlich.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0