Wohnhaus

Leyboldstraße 5 · Marienburg

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_3004
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Leyboldstraße 5, 50968 Köln
Baujahrum 1920
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 13.06.1985
Stadtteil Marienburg

Errichtet wurde die 1geschossige Villa mit hohem Mansarddach, erdgeschossigem Mittelerker und darüberliegendem hohen Giebelhäuschen um das Jahr 1925. Der Architekt des Hauses ist unbekannt, es könnte sich dabei aber um den Architekten Paul Riethausen gehandelt haben, der zu jener Zeit mehrere ähnliche Villen, meist in Köln-Lindenthal, gebaut hat. Stilistisch orientiert sich die Architektur des Hauses an der Baukunst des späten 18. Jh., insbesondere den spätbarokken Palais. Besondere charakteristische Gestaltungsmerkmale sind neben der äußeren Form der geschweifte Giebel mit Profilierungen, die kleinteiligen Sprossenfenster sowie bei einigen Fenstern die grün gestrichenen Schlagläden. Als Teil des Denkmals sind auch der Garten und die zeitgenössische Grundstückseinfassung anzusehen. Im Innern des Hauss hat sich der gesamte originale Grundriß erhalten. Die Haupträume liegen in einer Folge von drei Räumen im EG (straßenseitig). Hier zieren schmale Stuckprofilleisten die Ränder der Dekken. Weitgehend original sind auch die Türen des Hauses erhalten. Original erhalten ist auch das in Holz konstruierte Treppenahus. Marienburg zählt durch die Vielzahl seiner im Verhältnis zur übrigen Stadt im Krieg weitgehend verschonten und im originalen Zustand erhaltenen Bauten zu einer der geschlossensten Villenkolonien in Deutschland und einem der im historischen Sinne besterhaltenen Gebiete innerhalb der Stadt Köln. Seit der Gründung dieses Villenvorortes im späten 19. Jh. haben hier in Marienburg fast ausschließlich nur bedeutende Kölner und auch andere deutsche Architekten Villen und Landhäuser errichtet, wodurch dieser Vorort gleichzeitig eines der architekturhistorisch interessantesten Wohngebiete in Köln und darüber hinaus auch in Deutschland ist. Das Haus Leyboldstraße 5 ist als historischer Bau ein wichtiger Bestandteil des baulichen und wegen seiner Gesamtplanung auch städtebaulichen "Ensembles Villenvorort Marienburg". Innerhalb der geschichtlichen Entwicklung Marienburgs ist der Bau u. a. deshalb von besonderem Interesse, weil er in qualitätsvoller Weise die Ausbauphase Marienburgs in den 20er Jahren dokumentiert. Sein architektonisches Erscheinungsbild ordnet sich zudem vorzüglich dem Gesamtcharakter des Vorortes unter. Das Haus Leyboldstraße 5 ist in seiner Gesamtkonzeption als auch der Detailausführung ein Gebäude von großer künstlerischer Qualität und Bedeutung. Es zeigt in qualitätsvoller Weise die vielfachen stilistischen Möglichkeiten der Architektur der 20er Jahre - in diesem Fall die Orientierung an der Architektur des 18. Jh. Der gesamte Entwurf - einschließlich aller Details bis hin zu den Sprossenfenstern - zeugt von großer Ausgewogenheit und gestalterischem Können des Architekten. Das Entwurfsprinzip basiert eindeutug auf den Richtlinien des Goldenen Schnitts.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0