Wohn- u. Geschäftshaus
Weidengasse 68 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3400 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Weidengasse 68, 50668 Köln |
| Baujahr | um 1896 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 13.01.1986 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Das Haus ist ein orts- und baugeschichtliches Zeugnis der Kölner Neustadt, die als die bedeutendste Stadtplanung des 19. Jh. im Rheinland gilt.
Es weist sich als ein um 1896 in Ecklage errichtetes, 4geschossiges, mit Giebelgeschoß versehenes Geschäftswohnhaus von 3 : 4 Achsen aus. Die Fassaden verdeutlichen als konstruktiver Teil des Hauskerns dessen Proportion, Geschoßgliederung und -höhe. Die Straßenfronten des Hauses, Backsteinfassaden mit Stuckgliederung, sind baukünstlerisch in den Formen der Renaissance gestaltet. Als wesentliche Ordnungs- und Gliederungselemente dienen flach hervortretende Eckrisalite mit Giebelbekrönung, abgeschrägte Hausecke mit Erker und Turmbekrönung (Aufsatz fehlt), Putzquaderung im EG sowie Gesimse. Durch profilierte Rahmung und z. T. Giebelverdachung werden die Fenster von der Mauerfläche abgehoben. Zierelemente in Form von Beschlagwerk und Palmetten treten an Fensterbrüstungsfeldern und am Traufgesimsfries auf.
Von der originalen Hausausstattung sind vorhanden: Haustür; Natursteinfußboden, Holztäfelung, Wand- und Deckenstuck im Hauseingang; Holztreppe mit gedrechseltem Geländer und Antrittspfosten; in den Wohnungen Stuckdecken und Parkettböden. Durch seine auf die Ecklage abgestimmte, mit den umliegenden Gebäuden in Architektur- und Schmuckdetails korrespondierenden Bauformen ist das Haus ein wichtiger Bestandteil des historischen Straßenensembles im Bereich der Kreuzung Gereonswall(Nr. 32, 34, 36) und Weidengasse (68, 79, 87, 89), die eine architektonische Nahtstelle zwischen Alt- und Neustadt bildet.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0