Wohnhaus

Erzbergerplatz 16 · Nippes

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_3426
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Erzbergerplatz 16, 50733 Köln
Baujahr1905 bis 1910
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 31.01.1986
Stadtteil Nippes

Das Haus ist ein siedlungs- und baugeschichtliches sowie städtebauliches Zeugnis des Kölner Vororts Nippes. In seiner Erscheinung dokumentiert es die planmäßige, großzügig betriebene Ausweitung von Nippes, die in dem zwischen 1900 und 1914 angelegtem Wohnbereich um den von Fritz Encke als Gartenanlage ausgeführten Erzbergerplatz (1907/08) zum Ausdruck kommt.

Der Bau weist sich als 3geschossiges, 2achsiges, mit Souterrain und Giebelgeschoß versehenes Wohnhaus aus, dem hofwärts ein Seitenhaus angefügt ist. Vom Typ gehört es in die Reihe der für Köln charakteristischen Zweifensterhäuser mit L-förmigem Grundriß. Seine Fassaden verdeutlichen als konstruktiver Tei des Hauskerns dessen Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie Dachaufbau. Von Interesse ist die architektonische Gestalung des Hauses, die besonders in der Straßenfassade, einer Putzfassade mit Stuckgliederung zum Ausdruck kommt. Souterrain und EG sind durch Putzquaderung und abschließendem Gurtgesims zu einem Bausockel zusammengefaßt. Ein über die OGs reichender Erker und Giebelbekrönung betonen den vertikalen Fassadenaufbau. Der in den Formen des Jugenstils detailreich gehaltene Dekor ziert die Oberlichtrahmung des Hauseingangs, Wandflächen zwischen den Fensteröffnungen (1./2. OG, 2. OG/Giebelgeschoß) und den Giebelabschluß.

Die originale Ausstattung des Hauses belegen: Fensterrahmen/EG; Haustür; Kachelsockel, Terrazzoboden, Wand- und Dekkenstuck/im Eingangsbereich; Wohnungstür/EG; Terrazzotreppe mit gedrechseltem Geländer; Stuckdecken (z. T. unter abgehängten Decken) in den Wohnungen.

Städtebaulich ist das Haus ein wichtiger Bestandteil der weitgehend originalen Bebauung, die dem Erzbergerplatz seinen spezifischen Architekturrahmen gibt.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0