Wohnhaus
Krefelder Wall 40 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3469 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Krefelder Wall 40, 50670 Köln |
| Baujahr | um 1905 bis 1906 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 05.03.1986 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Von ortsgeschichtlicher Bedeutung ist das um 1905/06 errichtete Wohnhaus, da es die Erstbebauung des nördlichen Gebiets des ehem. Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von Hermann-Joseph Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Gereonswall und den preußischen Befestigungsanlagen ein Netz von Straßen mit jeweils unterschiedlicher sozialer Bestimmung entstehen. Auf dem Krefelder Wall entstanden v. a. Wohn- und Geschäftshäuser für Bewohner mit mittleren bis gehobenen Wohnansprüchen.
Von baugeschichtlicher Bedeutung ist das 4geschossige, 3achsige Traufenhaus mit geschweiftem Giebel und mittig gesetztem 3geschossigem Erker mit profiliertem Gesimsabschluß aufgrund seiner reich dekorierten, weitgehend floralen Jugendstilfassade. Putzquaderung im EG und Fugenschnitt (Rauh- und Glattputz im Wechsel) in den oberen Geschossen gliedern die Fassade, deren Bauzier im wesentlichen aus plastischen Masken, Bändern und Festons sowie aus mit Arkanthus und Rollwerk umkränzten Kartuschen in den Fensterbrüstungsfeldern besteht. Die vollständig erhaltenen Fenster in alter profilierter Sprossenteilung (auch an der rückwärtgen Backsteinfront) sowie die Haustür mit Sichtfenster vervollkommnen die ästhetische Einheit der Fassade, die als konstruktiver Teil des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und -höhe des Gebäudes verdeutlicht. Im Innern des Gebäudes sind an originalen Ausstattungsteilen noch erhalten: Terrazzotreppe, gedrechseltes umlaufendes Geländer mit Antrittspfosten, Fliesen im Bändermotiv mit Abschlußkante sowie einige Wohnungstürabschlüsse im EG und 1. OG (teils verschalt im 3. OG); geschnitzte Türrahmen sind noch in allen Geschossen vorhanden.
Von städtebaulicher Bedeutung ist das Objekt als wichtiger ensemblebildender Teil einer noch weitgehend intakten historischen Häuserreihe im Straßenabschnitt der Krefelder Walles zwischen Weißenburg- und Neusser Straße, der das geschichtliche Erscheinungsbild um die Jahrhundertwende anschaulich erlebbar macht.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0