Wohnhaus
Krefelder Wall 42 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4560 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Krefelder Wall 42, 50670 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 13.04.1988 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Baugeschichtlich bezeugt das um 1905 gebaute 3-achsige, 4-geschossige Wohnhaus mit ausgebautem Dachgeschoß die Anwendung neuer stilistischer Elemente an der relativ sehr einfachen Fassade und dem betont funktionellen Rohbau. Die ausdrucksvolle Farbgestaltung hebt durch einfachen Farbkontrast die Verschiedenheit der angewandten Bausituation hervor. An das im großen rustikalen Querschnitten gehaltene Untergeschoß mit dem schön gelösten Eingang, folgt das in Werkstein gegliederte 1. Obergeschoß, wobei der farbige Rauhmörtelverputz die oberen zwei Geschosse abhebt und betont. Die auf beiden Seiten mit Jugendstilornamenten geschmückten Lisenen vereinigen den sonst symmetrisch angelegten Bau mit Mittelrisalitbetonung zum ästhetisch wirksamen Einheitsbild. Insgesamt verdeutlicht die Fassade als konstruktiver Teil des Hauskerns aussagekräftig die Proportionen, Wohnungs- und Geschoßteilung des Hauses.
Ortsgeschichtlich ist das Haus ein Zeugnis der erweiterten Welle des Stadtausbaus von Köln nach der urbanistischen Neuplanung um 1881. Im Zeitraum von 1900 bis 1914 stieg die Stadtbevölkerung von 367 000 auf 635 000 Einwohner, wobei das größte Wachstum in dieser Zeit an das Gebiet der Neustadt konzentriert war. Für die in diesem Stadtteil von 80 000 auf 124 000 gestiegene Einwohnerzahl waren 119 000 neue Wohnungen gebaut. Der Krefelder Wall beweist die letzte Etappe dieser Ansiedlung. Bebaut in ganzen Wohnblocks einer Straße, ist sie die letzte von der radial um Eigelsteintor und Ebertplatz angelegten und parallel vom Ring und dem ersten Gürtel (die Innere Landstraße) verlaufenden monolitischen Wohnachsen.
Städtebaulich bedeutend ist das Objekt als Bestandteil eines einheitlich aufgefaßten Gebäudeensembles. Die von Anfang der Straße (Nr. 38), bis zum Ende (Nr. 54) gereihten Häuser sind aufeinander sorgfältig abgestimmt in Maß, Proportionenen und der Fassadengestaltung, wobei besonders die rhythmische Hervorhebung einzelner Mittelrisalite ermöglicht die ganze, noch lückenlos erhaltene Straßenreihe, in ihren baugeschichtlichen, ästhetischen und funktionellen Zusammenhängen, wirksam zu erleben.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0