Wohn- u. Geschäftshaus

Lenauplatz 9 · Ehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_3470
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Lenauplatz 9, 50825 Köln
Baujahr1905
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 05.03.1986
Stadtteil Ehrenfeld

Das Haus ist ein Zeugnis der Orts-, Siedlungs- und Baugeschichte von Köln. In seiner Erscheinug dokumentiert es die Bebauung des Lenauplatzes um 1905, eines Kernplatzes von Neuehrenfeld, dem einstigen Subbelrath. Dieses bereits seit 1888 zu Köln gehörende Randgebiet wurde um die die Jahrhundertwende als Wohngebiet erschlossen. Der Bau weist sich als ein in Ecklage errichtetes 4geschossiges Geschäftswohnhaus von 3 : 5 Achsen aus. Die Hausfronten verdeutlichen als konstruktiver Teil der Hauskerns dessen Proportion, Geschoßgliederung unbd -höhe sowie Dachaufbau. Trotz baulicher Veränderungen (z. B. EG) ist die künstlerische Gestaltung des Hauses, die sich besonders an den Straßenfassaden - Putzfassaden mit Stuckgliederung - äußert, von Bedeutung. Beide Fassaden sind bei Übereinstimmung der Bauglieder für sich konzipiert. Die Fassade am Lenauplatz wird durch unsymmetrische Ordnung, die auf Ungleichheit des Achsabstandes und der Größe der Fensteröffnungen beruht, bestimmt. Die Fassade zur Landmannstraße kennzeichnet ebenfalls unsymmetrische Ordnung, aber durch auffällige Betonung der dritten Fensterachse mit flachen Pilastern und großen Fensteröffnungen wird eine scheinbare Symmetrie hergestellt. Indem die Fenster zur Hausecke durch weiten Achsabstand besonders betont werden, ist mit einer solchen Ecklösung Bezug auf den Straßenraum genommen worden. Weitere Ordnungs- und Gestaltungselemente am Bau sind durchgehende, mit Stuckzierat versehene Rahmung der Fenster im 2. und 3. OG; Gurt-, Fensterbank- und Traufgesims, die in ihrer horizontalen Linienführung die beiden Fassaden miteinander verbinden. Der Fensterzierat ist den Formen des Jugenstils verpflichtet.

Im Hausinnern sind von der originalen Ausstattung erhalten: inkrustierter Terrazzoboden und Deckenstuck im Hausflur; Terrazzotreppe mit Eisengeländer; teilweise Deckenstuck und Zimmertüren in den Wohungen.

Städtebaulich beherrscht das Gebäude in seiner Ecklage die Einmündung der Landmannstraße in den Lenauplatz. Mit seinen beiden Fassaden vermittelt es sowohl zur Altbebauung dieser Straße als auch zu den angrenzenden zeitgleichen Gebäuden der südlichen Platzseite.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0