Wohn- u. Geschäftshaus
Lenauplatz 10 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2024 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Lenauplatz 10, 50825 Köln |
| Baujahr | 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 16.01.1984 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Neuehrenfeld, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Dieser Stadtteil wurde von Ehrenfeld aus, das 1879 die Stadtrechte erhielt, gegründet, wobei es vom Norden her (Landmannstraße, Lenauplatz) und vom Süden her (Ottostraße, Eichendorffstraße) erschlossen wurde. Backsteinkirchen in neugotischem Stil, St. Anna in der Ottostraße, St. Peter am Simarplatz, bildeten Beziehungspunkte der Wohnbesiedlung. Der Norden (Takuplatz) wurde von Genossenschaften (z.B. Ehrenfelder Wohnungsgesellschaft) besiedelt. Der Lenauplatz ist eine größtenteils originale Platzanlage im Ensemblebereich Neuehrenfelds.
Das dreigeschossige Mietstockwerkhaus mit originalem Laden im Erdgeschoß hat drei Achsen und wurde 1905 erbaut. Die Stuckfassade wird in den Obergeschossen durch einen Mittelerker und einen Ziergiebel im Dachgeschoß axial gegliedert. Der zum Jugendstil tendierende Schmuck um die Fenster besitzt die schon etwas flachere Ausformung des frühen 20. Jahrhunderts, der Zwerchgiebel wirkt klassizistisch. Die Rückfassade (Backstein) ist sorgfältig gegliedert.
Im Inneren blieben im Eingangsbereich die Ausstattungsmerkmale des einfachen Jugendstils erhalten: Im Eingang Terrazzoboden mit Jugendstil-Wandfliesen, ein bunter Fries unterhalb der gerundeten Decke, schließlich die Terrazzotreppe mit dem Holzgeländer, die in die Wohnungen mit originalen Wohnungs- und Zimmertüren und Stuckdecken (Rosetten) führt. Die Haustüre ist original, die Fenster wurden weniger glücklich erneuert (außer Ladenfenster).
Städtebaulich ist das Gebäude als Teil des Lenauplatzes unverzichtbar, da es den originalen Zustand des Platzes dokumentiert. Mit dem alten Baumbestand hat der Platz noch etwas vom originalen Flair der Gründerzeit erhalten können, woran das o.g. Gebäude wesentlichen Anteil hat.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0