Wohnhaus
Holbeinstraße 28 · Nippes
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3498 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Holbeinstraße 28, 50733 Köln |
| Baujahr | um 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 12.03.1986 |
| Stadtteil | Nippes |
Das Haus ist ein stadt- und baugeschichtliches sowie städtebauliches Zeugnis des Kölner Vorortes Nippes. In seiner Erscheinung dokumentiert es die Bebauung der Holbeinstraße um 1890. Die mit der Industrialisierung einsetzende Entwicklung von Nippes zum Industrie- und Wohnort fand ihren Ausdruck in der planmäßigen Ausweitung des Ortes, die sich auch auf das zwischen Bahnlinie und Neusser Straße liegenden Geländes erstreckte. Die Holbeinstraße ist ein diese Geschichtsphase charakterisierender Straßenzug.
Der Bau weist sich als 3geschossiges, 3achsiges, mit einem Seitenhaus versehenes Wohnhaus aus. Im Typ gehört es in die Reihe des für Köln charakteristischen Dreifensterhauses mit L-förmigem Grundriß. Seine Fassaden verdeutlichen als konstruktiver Teil des Baukörpers Proportion, Geschoßgliederung und -höhe des Hauses. Die baugeschichtliche Bedeutung ergibt sich aus seiner gegensätzlichen Baubeschaffenheit. Wohnungsgrundriß und Ausstattung kennzeichnen es als einfaches Wohnmietshaus; in der Gestatltung der Straßenfront bekundet sich ein auf Repräsentation bedachter Anspruch (strenge Fenster
axialität; Gleichmaß im Achsabstand, klare Geschoßgliederung durch Gesimse, profilierte Fensterrahmung mit Maskenkeilsteinen/Erdgeschoß und Verdachung mit Rundbogen und Dreieckgiebel/erstes Obergeschoß, Wandstrukturierung durch Fugenschnitt).
Architektur- und Dekorformen sind Renaissanceelementen frei nachempfunden. Von der originalen Ausstattung sind vorhanden: ornamentierter Fliesenboden/Hausflur; Holztreppe mit gedrechsletem Geländer und Antrittspfosten, z. T. Wohnungstüren.
Städtebaulich ist das Haus Bestandteil eines weitgehend intakten Straßenensembles, das in seiner architektonischen Übereinstimmung entscheidend das Erscheinungsbild der Holbeinstraße zwischen Augusta- und Siebachstraße prägt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0