Wohn- u. Geschäftshaus
Eichendorffstraße 27 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3538 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Eichendorffstraße 27, 50823 Köln |
| Baujahr | 1907 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 07.04.1986 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Das Haus ist ein Zeugnis der Orts-, Siedlung- und Baugeschichte von Köln. In seiner Erscheinung dokumentiert es die Bebauung der in Neuehrenfeld gelegenen Eichenddorffstraße im Jahre 1907. Als Ende des 19. Jh. der intensive Ausbau des einstigen Subbelraths zu einem Wohnbereich, dem heutigen Neuehrenfeld, begann, wurde die Eichendorffstraße als einer der ersten Straßenzüge erschlossen.
Der in Ecklage zum Ehrenfeldgürtel errichtete 3geschossige, mit Giebelgeschoß versehene Bau weist sich als ein Geschäftswohnhaus von fünf zu drei Achsen aus. Seine Fassaden verdeutlichen als konstruktiver Teil des Hauskerns dessen Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie Dachaufbau. Von Bedeutung ist seine baukünstlerische Gestaltung, die sich besonders in der Straßenfassade - einer Putzfassade mit Stuckgliederung - äußert. Sie besitzt einen strengen axialen, und zugleich durch Erker mit Balkonabschluß und Risalit bewegt gegliederten Aufbau. Als weiteres Gestaltungsmittel dient die breite, mit Putzquadern durchsetzte Fensterrahmung, Fensterbrüstungsfelder am Erker und an der abgerundeten Hausecke sowie der portalähnlich gestaltete Eingang sind bevorzugte Ansatzstellen für dekorativen Schmuck (florale Formen, Wappen mit Helmzier etc.). In der Abrundung der Hausecke werden die beiden Straßenfronten in gleitender Form miteinander verbunden.
Von der originalen Ausstattung sind u. a. zu erwähnen: schmiedeeisernes Balkongitter/Erker; Fliesenboden in Teppichmuster im Hauseingang; Terrazzotreppe mit gedrechseltem Geländer und Antrittspfosten.
In seiner Bauform gewinnt das Haus auch städtebauliche Bedeutung im Erscheinungsbild der Straßenkreuzung. Durch die in Architektur- und Dekorformen korrespondierende Gestaltung der Eckhäuser Nr. 25, 27, 28 und 30 entsteht ein historisches Straßenensemble, das in seiner Vollständigkeit im Kölner Stadtraum Seltenheitswert besitzt. Des weiteren bildet das Haus als Kopfbau den straßenprägenden Auftakt einer aus zeitgleichen Häusern bestehenden intakten Straßenreihe (Nr. 27 bis 33).
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0