Wohnhaus
Mainzer Straße 24 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3589 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Mainzer Straße 24, 50678 Köln |
| Baujahr | 1912 bis 1914 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 14.05.1986 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Ortsgeschichtlich bedeutend ist das um 1912 bis 1914 errichtete Wohnhaus als Beispiel für die Jahre der Erstebauung des südlichen Gebiets des ehem. Rayongeländes und als Dokument für die Entstehungsgeschichte der südlichen Neustadt. Die Bebauung nach dem von Hermann-Joseph Stübben erstellten Erweiterungsplan (1881), erfolgte in mehreren Phasen in einheitlicher, spätklassizistischer Planungsauffassung unter Berücksichtigung überkommener Stadtstrukturen. Die breite Lagerung des Straßenraums der Mainzer Straße und die 2reihige Baumallee auf erhöhtem Mittelstreifen unterstreichen das hohe architektonische Niveau prunkvoller Fassaden der 4- bis 5geschossigen Bauten, die zum größten Teil um 1903 bis 1906 und vereinzelt um 1912 bis 1914 errichtet wurden.
Baugeschichtlich bedeutsam ist das 4geschossige, mit Souterrain und Giebelgeschoß ausgestattete Traufenhaus von drei Achsen mit Seitenhaus auf L-förmigem Grundriß wegen seiner strengen Putzfassade im geometrischen Jugendstildekor. Besondere Kompositionselement sind ein 3geschossiger Erker mit Balkonabschluß und auf gleicher Achse liegend ein halbkreisförmiger Blendgiebel über einer Art Attikageschoß. Auf der rechten Außenachse liegt das mit Lisenen, Voluten und rundbogigem Sichtfenster betonte Portal. Gliederungselemente sind Fugenschnitt im Erdgeschoß, profilierte Stockwerkgesims, durchlaufende Festerbankgesimse sowie Trauf- und Giebelgesims. Die Rechteckfelder in den Fensterbrüstungen sind zum großen Teil mit kleinen Medaillons verziert. Die originalgetreuen Fenster mit kleinteiligen Oberlichtsprossen tragen zur ästhetischen Einheit der Fassade bei, die als konstruktiver Teil des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und -höhe des Gebäudes verdeutlicht.
Im Innern des Gebäudes ist an originalen Ausstattungsteilen noch erhalten: Marmortreppe, schwarze, rote und weiße Marmorfelder, Kassettenstuck, kleine Fliesen schwarz-weiß, Terrazzofußboden, ein umlaufendes Geländer mit Antrittspfosten, Wohnungstürabschlüsse mit Sichtfenster (Ausnahme: eine Tür im Erdgeschoß), z. T. Zimmertüren.
Städtebaulich bedeutsam ist das Objekt als Bestandteil eines weitgehend erhaltenen Straßenensembles. Mit dem historischen Bauwerk Nr. 28 und den Hausnummern 21 bis 27 und 31 bis 47 auf der gegenüberliegenden Seite repräsentiert das vorliegende Objekt das ehem. prunkvolle Erscheinungsbild der Mainzer Straße.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0