Wohn- u. Geschäftshaus

Heumarkt 25 · Altstadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_3759
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Heumarkt 25, 50667 Köln
Baujahr1757
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 13.10.1986
Stadtteil Altstadt/Nord

Das Wohn- und Geschäftshaus stammt in seinen ältesten Teilen von dem 1757 errichteten Haus "Zum goldenen Fuß" das seinerseits weder auf dem Boden mittelalterlicher, letzten Endes römischer Bebauung steht. Aus der Zeit der Gründung Kölns als römische Kolonie sind allerdings nur noch einige Straßenzüge in ihrem Verlauf erhalten geblieben und Substrukturen der mittelalterlichen Kirchen.

Das Erdgeschoß ist zum Heumarkt hin in Werkstein ausgeführt und ist stilistisch eines der wenigen noch erhaltenen Beispiele einer Barockfassade in Köln. Die Kartuschen über den mit leichten Stichbögen in Werkstein gerahmten Fenster zeigen französischen Einfluß (Aachen-Lütticher Barock) und bleiben mit der runden Hausecke (über alle Geschosse) trotz Kriegseinwirkung erhalten. Zur Pipinstraße ist das Gbäude - wie in den drei Obergeschossen - verputzt. Diese Teile stammen überwiegend aus dem Wiederaufbau des Hauses 1950 durch Karl Band bzw. aus der Erneuerung der Fassade bereits im Jahr 1928. Die Dachzone mit Spitzgiebel über den Mittelachsen zum Heumakrt wurde mit dem kräftig überstehenden klassischen Gesims nach alten Vorlagen rekonstruiert.

Im Innern ist im Erdgeschoß - heute Eckkneipe - eine reich verzierte Kölner Decke erhaltenswert, während in den Hauptgeschossen der Ausbau weitgehend aus dem Wiederaufbau stammt.

Das Haus Heumarkt 25 ist bedeutend für die Menschen der Kölner Altstadt, da es eines der wenigen erhaltenen Beispiele der barocken Bebauung des Heumarktes darstellt. Der Heumarkt, einstmals in Verbindung mit dem Alter Markt einer der größten schönsten Plätze Mitteleuropas, besitzt derzeit nur an seiner westlichen Seite eine geschlossene Randbebauung in historischer Lage, während vor allem die östliche Platzwand durch den Bau der Deutzer Brücke aufgerissen wurde. Das o. g. Objekt ist zum Heumarkt hin giebelständig und zeigt mit seinem in Naturschiefer gedeckten Dach die für die Altstadt Kölns typische hochgiebelige Dachkonstruktion, die in der Form der "Kölner Dächer" noch heute die Rheinansicht prägen.

Städtebaulich ist dies Eckgebäude von herausragender Bedeutung. Kunstgeschichtlich ist es auch als Überleitung zwischen der weitgehend dem Historismus zugehörigen Kleinstadt und den noch mit Bauten des Barocks und der Renaissace durchmischten Bereich des alten Hafenviertels unverzichtbar.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0