Wohnhaus
Siemensstraße 25 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3944 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Siemensstraße 25, 50825 Köln |
| Baujahr | 1913 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 27.10.1986 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Es weist sich als ein in Ecklage errichtetes, vom Bürgersteig durch Vorgarten mit originaler Einfriedung getrenntes, drei- bis viergeschossiges Wohnhaus von 7:4 Achsen aus. Als konstruktiver Teil des Baukörpers verdeutlichen die Fassaden Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie Dachaufbau des Hauses. Bemerkenswert ist seine den Bauideen des Deutschen Werkbundes verpflichtete architektonische Gestaltung, die auf klarer materialgerechter Verarbeitung von natürlichen Werkstoffen beruht. So sind am axialsymmetrisch geordneten Bau, der durch Risalit und Erker großzügig gegliedert wird, roter Backstein und heller Putz im Wechsel als in der Farbigkeit kontrastierendes, wandstrukturierendes Material verwendet worden (Siemensstraße: Mittelrisalit Wandputz mit Blendbogenweihe auf Backsteinpfeilern, 1. und 2. Achse Backsteinfläche und Putzrahmung der Fenster; Försterstraße: Backsteinfläche, Wandputz/Putzrahmung der Fenster; Försterstraße: Backsteinfläche, Wandputz/Erker, Putzrahmung der Fenster). Der Hauseingang mit Pfeilerrahmung und Vasen-Aufsatz sowie Giebelbekrönung ist die einige besonders mit Fassadendekoration bedachte Stelle am Bau. Die Rückfront des Hauses ist durch Balkone mit Eisengittern gegliedert. Im Hausinnern sind als originale Einrichtung vorhanden: Marmorausstattung (Differenzstufen, Wandsockel, Stützrahmenverkleidung), Fliesenboden, Wand- und Deckenstuck im Eingangsbereich bzw. Erdgeschoß; Terrazzotreppe mit Eisengeländer, Farbglasfenster im Treppenaufgang; Wohnungs- und Zimmertüren, Stuckdecken in den Wohnungen.
Das Haus ist ein orts- und baugeschichtliches sowie städtebauliches Zeugnis des Kölner Vorortes Neuehrenfeld. In seiner Erscheinung dokumentiert es die Bebauung der Siemensstraße um 1913. Diese Straße entstand mit dem gegen Ende des 19. Jahrhunderts intensiv betriebenen und im wesentlichen bis 1914 durchgeführten Ausbau der Ländereien von Subbelrath zum Wohnvorort Neuehrenfeld.
Städtebaulich bildet das Haus mit dem Gebäude Nr. 27 einen in Architektur- und Dekorationsformen übereinstimmenden Gebäudekomplex, der den Straßenabschnitt zwischen Brandtplatz und Eichendorffstraße maßgeblich prägt. Die Seitenfront ist desweiteren ein wesentlicher Teil des historischen Architekturrahmens des Brandtplatzes (vgl. auch Brandtplatz Nr. 5 - 7).
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0