Wohnhaus
Siemensstraße 27 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3565 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Siemensstraße 27, 50825 Köln |
| Baujahr | 1913 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 15.04.1986 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Das Haus ist ein Zeugnis der Orts, Siedlungs- und Baugeschichte von Köln. In seiner Erscheinung dokumentiert es die Bebauung der Siemensstraße um 1903. Diese Straße entstand mit dem Ende des im 19. Jh. intensiv betriebenen und im wesentlichen bis 1914 durchgeführten Ausbaus der Ländereien von Subbelrath zum Wohnvorort Neuehrenfeld.
Es weist sich als in Ecklage errichtetes, vom Bürgersteig durch Vorgarten mit originaler Einfriedung getrenntes, 3- bis 4geschossiges Wohnhaus von sieben zu vier Achsen aus. Seine Fassaden verdeutlichen als konstruktiver Teil des Hauskerns dessen Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie Dachaufbau (Mansarddach, Fußwalm). Bewerkenswert ist seine den Bauideen des deutschen Werkbundes verpflichtete künstlerische Gestaltung, die auf einer klaren materialgerechten Verarbeitung von natürlichen Werkstoffen beruht. So sind am axialsymmetrisch geordneten Bau, der durch Risalite großzügig gegliedert wird, roter Backstein und heller Putz im Wechsel als in der Farbigkeit kontrastierendes, wandstrukturierendes Material verwendet worden (Außenrisalite: Backsteinmauerwerk/Putzrahmung; Mittelrisalit: Putzfläche mit Blendbogenreihe auf Backsteinpfeilern). Der Hauseingang mit Säulenrahmung und Segmentbogenbekrönung ist die einzige besonders mit Fassadendekoration bedachte Stelle am Bau. Haustür und z. T. einige Sprossenfenster belegen als orignale Ausstattungsteile die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung. Die Rückfront des Hauses ist durch Balkone mit z. T. originalen Eisengittern gegliedert.
Im Hausinnern sind als originale Einrichtung vorhanden: Marmorausstattung (Differenzstufen; Wandsockel), Fliesenboden, Decken- und Rahmenstuck im Eingangsbereich bzw. Erdgeschoß; Terrazzotreppe mit Eisengeländer, Farbglasfenster im Treppenaufgang; Wohnungstüren; Stuckdecken und Zimmertüren in den Wohnungen.
Mit dem Gebäude Nr. 25 bildet das Haus einen in Architektur- und Dekorationsformen übereinstimmenden stattlichen Gebäudekomplex, der städtebaulich den Straßenabschnitt zwischen Brandtsplatz und Eichendorffstraße maßgeblich prägt. Mit seiner Seitenfront vermittelt dieser des weitern zur anschließenden Altbebauung des Straßenblocks.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0