Wohnhaus
Hillerstraße 26 · Lindenthal
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4017 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Hillerstraße 26, 50931 Köln |
| Baujahr | um 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 13.01.1987 |
| Stadtteil | Lindenthal |
Das inschriftlich datierte, um 1890 errichtete, zweigeschossige, dreiachsige Gebäude präsentiert eine Backsteinfassade als Sichtmauerwerk im Bindeverband mit Stuckgliederungen und Giebelgeschoß. Im EG wird die Fassade rechts und links durch aufgeputzte diamantierte Quader gerahmt. Auf einem Sockel aus bossierter aufgeputzter Quaderung erhebt sich das EG, das durch ein Gurtgesims seinen Abschluß findet. Von dem Sichtmauerwerk heben sich die mehrfach profilierten und mit Segmentbögen ausgestatteten Fensterrahmungen sowie die gleichgestaltete Rahmung des Hauseingangs ab. Während im EG die Sohlbänke durch Konsolträger gestützt werden, sind die Fensterbrüstungen im 1. OG durch große, horizontal liegende aufgeputzte Diamantquader ausgefüllt, die seitlich durch Pilaster gerahmt werden und baugestalterisch auf die diamantierte Quaderung im EG Bezug nehmen. Die Fensterstürze im 1. OG weisen über den Segementbögen profilierte Verdachungen auf. Durch die Giebel über dem mittleren und rechten Fenster erfahren diese eine optische Straffung, die der Fassade eine ausgeprägte vertikale Bindung verleiht, die durch das Giebelgeschoß noch verstärkt wird. Die linke Fensterachse wird durch die Gaupe weitergeführt.
Dergestalt verdeutlicht die Fassade die Proportionen des Hauskerns, entsprechend seinem Querschnitt. Das Ortganggesims ist durch einen Zahnstab betont und wird an beiden Seiten durch Zierknäufe mit aufgesetzten Rosetten abgeschlossen. Die Giebelspitze ist durch ein Türmchen mit inschriftlicher Datierung und halbkreisförmigem Abschluß gekrönt.
Als Dokument der Bebauung aus dem 19. Jahrhundert gewinnt das o. g. Objekt ortsgeschichtliche Bedeutung für die Geschichte der Menschen in Lindenthal. Zugehörig zum Kern des einstigen Ortes und mit den Siedlungsstellen: Dürener Straße und dem Schnittpunkt Gleueler Straße/Joseph-Stelzmann-Straße, dokumentiert das o. g. Objekt die neuzeitliche Entwicklung von Lindenthal.
Zwischen Aachener und Dürener Straße liegend, hat die Hillerstraße strukturell noch Teil an dem strengen Straßenraster, das sich von der Luxemburger Straße über den Stadtteil Sülz bis zur Dürener Straße erstreckt. Für den städtebaulich auf die Innenstadt Köln bezogenen Vorort Lindenthal ist das o. g. Objekt ein charakteristisches Dokument der Originalbebauung.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0