Wohnhaus

Worringer Straße 26 · Neustadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_4066
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Worringer Straße 26, 50668 Köln
Baujahr1900 bis 1910, 1945
Architekt / PlanungHans Schumacher
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 17.03.1987
Stadtteil Neustadt/Nord

Errichtet wurde das 3-geschossige Wohnhaus, das ursprünglich ein direkt über den Rundbogenfenstern des 3. Geschosses ansetzendes hohes Dach mit einem straßenseitigen Giebel über der rechten Fensterachse besaß, um das Jahr 1905 in einer historisierenden Formensprache mit Elementen der Renaissance und Romanik. Charakteristisch sind an der Straßenfront das in Werkstein gehaltene Kellergeschoß und der Werksteinerker, der von einer wohl ehemals geöffneten Loggia bekrönt wird, sowie ferner die mit reichem Bildhauerschmuck gearbeiteten Rahmungen der Fenster. Verändert ist straßenseitig im 3. Geschoß die Fenstergruppe der rechten Achse - ehemals zwei rundbogige Zwillingsfenster. Die reichen straßenseitigen Fensterrahmungen finden sich in Varianten auch als bestimmende Gestaltungselemente der Seiten- und Rückfront. An diesen beiden Fronten des Hauses wurden nach dem Krieg einige den Gesamtbau jedoch nicht störende, Veränderungen vorgenommen. Dank der relativ geringen Zerstörung des Hauses, die nur den Dachbereich betraf, hat sich im Inneren noch sehr viel an originaler Bausubstanz erhalten, wie das hölzerne Treppenhaus, Stuckdecken, Wohnungstüren und Parkettfußböden.

Der Wiederaufbau des Hauses erfolgte im Jahre 1945 durch den Architekten Hans Schumacher, einer der großen Persönlichkeiten des "Neuen Bauens" der 20er Jahre in Köln, der gegen Ende der Weimarer Republik große internationale Erfolge durch seine Bauten, vor allem das "Haus der Arbeiterpresse" auf der Ausstellung "Pressa" im Jahre 1928 sowie die Rodenkirchener Villen an der Uferstraße (Haus Loosen, Haus Prof. Hussmann u. a.) verzeichnen konnte. Im Sinne der Intentionen des Bauhauses, dem er Zeit seines Lebens nahestand, also im Sinne der Forderungen nach Zweckmäßigkeit, Schlichtheit und guter Gestaltung errichtete er den Dachstuhl "in einfacher aber bleibender Form" (Zitat aus der Baubeschreibung von Hans Schumacher in der Bauakte).

Ein Baudenkmal ist das Haus in seiner Gesamtheit und in seinem heutigen Zustand.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0