ehem. Museum (heute Hotel)
Worringer Straße 23 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2714 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | ehem. Museum (heute Hotel) |
| Adresse | Worringer Straße 23, 50668 Köln |
| Baujahr | 1906 |
| Architekt / Planung | Carl Moritz |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 16.10.1984 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des nördlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von Hermann-Joseph Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Thürmchenswall und den preußischen Befestigungsanlagen ein Netz von Straßen mit jeweils unterschiedlicher sozialer Bestimmung entstehen. In der Worringer Straße entstanden vor allem Villen mit Vorgärten für Bewohner mit gehobenen Wohnansprüchen.
Das ursprünglich drei-, heute viergeschossige Gebäude des ehemaligen Musikhistorischen Museums wurde nach Plänen des Architekten Carl Moritz 1906 errichtet. Es zeigt zwei schmale und zwei breite, hohe Fassaden, die durch die beiden apsisähnlichen Mittelrisaliten und der Betonung der vertikalen den Eindruck eines einschiffigen romanischen Kirchenbaus vermitteln. Die Werksteingliederung der Putzfassaden weist strenge Jugendstildekorformen auf, die Lisenen- bzw. Pfeilerordnung lehnt sich an die ästhetischen Vorstellungen des Neoklassizismus an. Eine originale Einfriedung (Worringer Straße) mit drei segmentförmigen Freitreppenstufen, die originale Fenstervergitterung des Portals sowie dessen Vordach kennzeichnen die Fassade in der Worringer Straße als die Hauptfassade. Im Hausinnern ist erhaltungswürdig: Fußbodenfliesen, Marmorstufen und -wandverkleidung, zwei Nischen mit Pilastern in der dorischen Ordnung, Stuckdecke sowie ein Messinghandlauf in der Eingangshalle, eine Steintreppe mit Metallgeländer, Abstellschränken (1. OG) sowie Stuckdecken im Treppenhaus sowie die originalen Pfeiler mit "Kapitellen" im EG. Im Stil und in der Baumassengliederung (Rundrisalit, Portal) korrespondiert das o. g.Objekt mit den Villenbauten in der Worringer Straße Nr. 19, 21, 10, 12, 14, 28, 30. Trotz des individuellen Charakters jedes einzelnen Gebäudes bilden diese Objekte eine städtebauliches Ensemble von einem hohen Seltenheits- und ästhetischen Wert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0