Wohnhaus

Friesenwall 33 · Altstadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_4411
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Friesenwall 33, 50672 Köln
Baujahr1883 bis 1884
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 11.01.1988
Stadtteil Altstadt/Nord

Das 1883/84 an der Grenze zur Altstadt errichtete Wohn- und Geschäftshaus besitzt eine dreiachsige Fassade, die es in die Nachfolge des rheinischen Dreifensterhauses stellt. Die Fenster sind schlicht gereiht, die Stuckverzierung des 4-stöckigen Gebäudes beschränkt sich auf klassizistische Übergiebelungen im 1. und 2. Obergeschoß sowie die Rustizierung des Erdgeschosses. Durchlaufende Gesimse sowie ein relativ schmales Kranzgesims gliedern die Geschosse, das Satteldach ist ausgebaut (zwei Dachgauben). Fenster und Haustüre wurden erneuert.

Im Innern wurden noch einige originale Türen angetroffen. Die Treppe wurde erneuert. Das Erdgeschoß wurde in eine Gaststätte umgebaut.

Das Haus Friesenwall 33 ist bedeutend für die Geschichte der Kölner Neustadt, die ab 1881 nach Plänen des Kölner Baumeisters Josef Stübben anstelle der alten Mauer- und Wallanlagen errichtet wurde. Die sich halbkreisförmig um die "Altstadt" ziehende Bauzone ist im städtebaulichem Standard stark differenziert und wird durch die sogenannten "Ringe" verbunden. Die Differenzierung wurde durch die gestalterische Verbindung öffentlicher Bauten wie Kirchen, Opernhaus und Plätze unterstrichen, auch die Lage am Volksgarten einerseits oder am Bahnhof St. Gereon andererseits bestimmen Anspruch und Stil der gründerzeitlichen Bebauung. Die durchweg privaten Mietshäuser wurden mit dem starken Wirtschaftsaufschwung finanziert, der infolge der Industrialisierung der Rheinlande nach der Eingliederung in Preußen einsetzte. Für die Nutzung und Erhaltung des Objektes sprechen kunsthistorische und städtebauliche Gründe.

Städtebaulich ordnet sich das Gebäude völlig in die ebenfalls nach 1880 neu errichtete Bebauung der Altstadt ein, die hier relativ geschlossen die typischen Merkmale der Gründerzeit aufweist. In der Baugruppe von Nr. 29 - Nr. 39 haben sich auch auf der neustädtischen Seite 3 Fassaden erhalten, die in ihrer Maßstäblichkeit und detaillierter Tektonik noch heute den Charakter des Friesenwalles bestimmen. Diese Straße ist, wie der Name schon andeutet, eine alte ehemals am Wall gelegene Straße, die heute die Grenze zwischen Altstadt und Neustadt bildet.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0