Wohnhaus
Friesenwall 31 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4556 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Friesenwall 31, 50672 Köln |
| Baujahr | 1883 bis 1884 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 13.04.1988 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Das dreiachsige, viergeschossige Wohnhaus wurde 1883/84 errichtet. Die schlichte, wenig plastische Stuckfassade ist dem frühen gründerzeitlichen Historismus zuzuordnen und entspricht mit ihrer einfachen Reihung von drei Achsen auf vier Geschossen der relativen Sparsamkeit der teilweise noch altstädtischen Bebauung des Friesenwalles. Das Gebäude wird durch eine breite Toreinfahrt erschlossen. Eine Holztreppe mit Holzgeländer führt zu den Geschossen, deren originale Innendekoration mit Stuckdecken, Wohnungs- und Zimmertüren noch weitgehend erhalten geblieben ist. Auch die Fenster wurden als originale Holzfenster angetroffen.
Das Haus Friesenwall 31 ist bedeutend für die Geschichte der Kölner Neustadt, die ab 1881 nach Plänen des Kölner Baumeisters Josef Stübben anstelle der alten Mauer- und Wallanlagen errichtet wurde. Die sich halbkreisförmig um die "Altstadt" ziehende Bauzone ist absichtlich in Wohnwert und städtebaulichem Standart stark differenziert und wird durch die sog. "Ringe" verbunden. Die Differenzierung wurde durch die gestalterische Verwendung öffentlicher Bauten wie Kirchen, Opernhaus und Plätze unterstrichen; auch die Lage am Volksgarten einerseits oder am Bahnhof andererseits bestimmen Anspruch und Stil der gründerzeitlichen Bebauung.
Der Friesenwall stellt den Beginn der Neustadt an der Grenze zum Altstadtbereich dar und umfaßt auch auf der westlichen Seite Häuser aus der frühen Erschließung der Neustadt.
Die durchweg privaten Mietshäuser wurden durch den starken Wirtschaftsaufschwung finanziert, der durch die Industrialisierung der Rheinlande nach der preußischen Besetzung einsetzte.
Städtebaulich ist die Westseite des Friesenwalles mit dem Ensemble seiner Häuser von Nr. 29 bis 33 als ein Rest der originalen Erstbebauung infolge der weitgehenden Zerstörung des letzten Krieges durchaus erhaltenswert. Die Häuser sind maßstabbildend und stellen mit der gegenüber erhalten gebliebenen Altstadtbebauung den stadtraumbildenden Rahmen des Friesenwalles dar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0