Wohnhaus
Rolandstraße 105 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4561 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Rolandstraße 105, 50677 Köln |
| Baujahr | 1890 bis 1895 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 13.04.1988 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Gebäude wurde 1890 - 95 errichtet. Baugeschichtlich bedeutend ist das 5-geschossige, 3-achsige Traufenhaus als Beispiel einer Bauweise mit Stilelementen aus dem reichen Formenrepertoire der Renaissance.
Die Fassade wird gegliedert und strukturiert durch Fenstersohlbankgesimse und ein doppeltes Traufgesimse, sowie Putzbänderung (2. und 3. Obergeschoß) und Fugenschnitt (1. Obergeschoß). Die mittleren Zwillingsfenster sind in allen vier Obergeschossen durch ihre Bekrönungen (Giebel mit Maske, Rundbogen und gerade Verdachung) zu einer Achse zusammengezogen. Die Fensterbekrönungen der Außenachsen im 1. und 2. Obergeschoß sind jeweils alternierend zur Mittelachse gestaltet.
Die drei Dachgauben mit Giebelverdachung sowie die zum großen Teil noch originalen Fenster vervollkommnen die ästhetische Einheit des architektonischen Konzeptes.
Trotz der Veränderung des Erdgeschosses veranschaulicht die Fassade als konstruktiver Teil des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes.
Ortsgeschichtlich ist das o. g. Objekt ein Zeugnis der zwischen 1881 und 1910 durchgeführten einmaligen Erweiterung der Wohngebiete Kölns, die in der zweiten Welle auch das Gebiet der räumlichen Wirkung des Chlodwigplatzes nachklingen läßt, erschließt die Umgebung der südlichen Neustadt sternförmig in sechs Richtungen. Während die zum Chlodwigplatz und Severinstor führenden Queradern der Verbindung dem Geschäfts- und Gesellschaftsleben gewidmet sind, sind die mit dem Stadtkern des Severinstores parallel angelegten Straßenachsen vorwiegend als Wohngebiete für Bürger mit mittleren oder höheren Wohnansprüchen bezeichnend. Die breite Lagerung des Straßenraumes der Rolandstraße und die zweireihige Baumallee auf erhöhtem Mittelstreifen unterstreichen das hohe architektonische Niveau der vier- bis fünfgeschossigen Bauten.
Städtebaulich bedeutend ist das Objekt als äußerer Bestandteil eines Gebäudeensembles mit den Häusern Nr. 101 und 103 (im Wiederaufbau). Es korrespondiert in Maß und Bauzier mit den genannten Objekten und anderen Altbauten dieses Straßenabschnitts und trägt dazu bei, das ehemalige charakteristische Erscheinungsbild dieser Straße zu bewahren, bzw. anschaulich rekonstruierbar zu machen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0