Wohn- u. Geschäftshaus
Dellbrücker Hauptstraße 205 · Dellbrück
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4579 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Dellbrücker Hauptstraße 205, 51069 Köln |
| Baujahr | 1905 bis 1910 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 20.04.1988 |
| Stadtteil | Dellbrück |
Das um 1905/1910 erbaute Wohn- und Geschäftshaus Dellbrücker Hauptstr. 205 besitzt eine relativ einfache Putzfassade von 7 Achsen, die zwischen dem Postamt im Erdgeschoß und der Wohnung im 1. OG durch ein Stockwerksgesims eine Trennung legt. Sie wird durch die original erhaltenen Fenster des 1. OG noch unterstrichen. Ein leicht abgeknickter Zwerchgiebel über 2 Achsen des Dachgeschosses wird von Stuckdekorationen im Giebel und an den Seiten belebt, die den einzigen Schmuck in dieser eher preußisch nüchternen Fassade bilden.
Die rückwärtige Ansicht wurde erheblich verändert, auch das EG wurde durch Umbau den Erfordernissen der Post angepaßt.
Im Innern blieben die Holztreppe mit Holzgeländer sowie die Türen des 1. OG erhalten. In den Wohnungen befinden sich sparsam dekorierte Stuckdecken aus der Erbauungszeit.
Das Haus Dellbrücker Hauptstr. 205 ist bedeutend für die Geschichte des Ortes Dellbrück, dessen Name auf eine in einer Sumpfdelle gelegene Brücke zurückgeht. Das Gebiet, ursprünglich zum Herzogtum Berg bzw. der Bürgermeisterei Merheim gehörend, war bis in die Neuzeit hinein wegen seines sumpfigen Bodens wenig besiedelt. Herrenhäuser wie der Thurner Hof oder Haus Mielenforst besaßen weiträumige Ländereien, während die Kleinbauern relativ anspruchslose Gebäude bauten. Allerdings war zu Beginn der Neuzeit der Strundener Bach eine wichtige Kraftquelle für die zahlreichen Mühlen an seinen Ufern bis zum Rhein, die auch Kernzonen einiger Dörfer waren. Diese Frühindustrie war Basis für Manufakturen und die moderne Industrieentwicklung ab Ende des 19. Jahrhunderts. Die Bebauung der Dellbrücker Hauptstraße, die auf den gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbauten Bahnhof zuführt, stammt aus dieser frühstädtischen Besiedlung.
Städtebaulich bedeutsam ist das Objekt als Dokument früher Verstädterung in der Nähe des Dellbrücker Bahnhofs, mit dessen Erbauung im ehemaligen Weiler Dellbrück die kräftige bauliche Entwicklung in diesem Ortsteil einsetzte. 1905 wurde Dellbrück aus den Dörfern Thurn, Strunden und Dellbrück zusammengelegt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0