Wohnhaus
Dellbrücker Hauptstraße 187 · Dellbrück
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4682 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Dellbrücker Hauptstraße 187, 51069 Köln |
| Baujahr | 1901 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 13.07.1988 |
| Stadtteil | Dellbrück |
Das im Jahre 1901 erbaute 2-geschossige Wohnhaus Dellbrücker Hauptstr. 187 besitzt eine 3-achsige Backsteinfassade mit Stuckgliederung. Formal ist die ausgewogen komponierte Straßenansicht dem Historismus zuzurechnen, insbesondere die leichte Betonung der Axialität durch die Übergiebelung des Mittelfensters. Das reich stuckierte Kranzgesims läßt auf einen ausgebildeten Baumeister schließen. Die Fenster wurden erneuert.
Auch der Innenausbau deutet auf städtischen Einfluß hin, da in beiden Geschossen Stuckdecken angebracht wurden. Durch die original erhaltene, reich gestaltete Haustüre wird das Treppenhaus erschlossen, das sich ebenfalls mit Holztreppe und Treppengeländer, sowie bunten Bodenfliesen im Originalzustand befindet.
Die Seitenfassade ist verputzt. Im rückwärtigen Grundstücksbereich schließen sich eingeschossige Gewerbebauten an.
Das Haus Dellbrücker Hauptstr. 187 ist bedeutend für die Geschichte des Ortes Dellbrück, dessen Name auf eine in einer Sumpfdelle gelegene Brücke zurückgeht. Das Gebiet, ursprünglich zum Herzogtum Berg bzw. der Bürgermeisterei Merheim gehörend, war bis in die Neuzeit hinein wegen seines sumpfigen Bodens wenig besiedelt. Herrenhäuser wie der Thurner Hof oder Haus Mielenforst besaßen weiträumige Ländereien, während die Kleinbauern einfache Hütten bewohnten. Allerdings war zu Beginn der Neuzeit der Strundener Bach eine wichtige Kraftquelle für die zahlreichen Mühlen an seinem Ufer bis zum Rhein, die auch Kernzonen einiger Dörfer waren. Im 19. Jahrhundert siedelten sich in diesem Bereich Manufakturen und später Industriebetriebe an, die das Fundament der Verstädterung Dellbrücks und des beginnenden Wohlstandes bildeten. Insbesondere trug zur Entwicklung des Dorfes der gegen Ende des 19. Jarhhunderts gebaute Bahnhof bei, auf den die Dellbrücker Hauptstraße mündet. Die Dellbrücker Hauptstraße weist deshalb eine relativ geschlossen Bebauung aus der Jahrhundertwende auf.
Städtebaulich ist das Objekt ein signifikantes Element der Dellbrücker Hauptstraße, zu deren 2-geschossigen Vorstadthäusern, meist mit gewerblicher Nutzung im Erdgeschoß, es zuzurechnen ist, die Dellbrücker Hauptstraße besitzt eine weitgehend erhaltene traufständige geschlossene Randbebauung aus der Spätzeit des Historismus.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0