Wohnhaus

Braugasse 29 · Lövenich

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_4732
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Braugasse 29, 50859 Köln
Baujahrum 1880
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 18.11.1988
Stadtteil Lövenich

Um 1880 erbautes Backsteinhaus. 5 Achsen, Satteldach, Haustüre mittig. Gelbe Klinkerornamentik in rotem Backstein. Deutsches Band und Klötzchenfries als Dachgesims. Im Giebel Kreuzornament. Fenster neu. Im Innern Holztreppe, orig. Türen, schwarz-weiße Fliesen im Flur. Keller mit Kappendecke.

Lövenich war bis 1975, dem Jahr der Eingemeindung nach Köln, namengebende Gemeinde für eine Reihe von Dörfern östlich der Stadt. Schon 1274 wird der Ort mit Pfarrkirche urkundlich im liber valoris erwähnt. Ende des 13. Jahrhunderts gelangte die Kölner Johanniterkomende in den Besitz des großen Hofes bzw. Frohnhofes (heute Odemshof), zum Ende des 14. Jahrhunderts besaßen die Johanniter nicht nur die drei Großhöfe, sondern auch das Präsentationsrecht des Dorfpfarrers und damit die Herrschaft über die Herrlichkeit Lövenich, die sie erst mit der Säkularisation aufgeben mußten.

Die Dorfstruktur hat sich bis heute um die im Kern romanische Pfarrkirche erhalten, um die sich die Großhöfe scharen, während die Kleingehöfte im Norden liegen. Der Bau der Eisenbahn Köln-Lövenich 1840 südlich des Ortes veränderte das Dorfbild kaum, erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts drangen städtische Bauformen vor. In den letzten Jahren sind weite Flächen für Wohnbauten der Kölner Bevölkerung erschlossen worden. Das o. g. Objekt ist ein Teil der jüngeren Dorfbebauung im nördlichen Bereich Lövenichs.

Das um 1880 erbaute Backsteinhaus ist typisch für die dörflichen Häuslerstellen aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, als der Ziegelbau das Fachwerk ablöste und städtische bzw. industrielle Bauformen in das Dorfbild eindrangen.

Städtebaulich ist das gegenüber dem ehemaligen Keuschhof gelegene Objekt als ein Teil der dörflichen Bebauung Lövenichs einzuordnen. Es trägt mit seiner schlichten Bauweise noch heute die Maßstäblichkeit des dörflichen Kerngebietes, die sich hier in der Dorfmitte noch relativ ungebrochen bis heute weiterentwickeln konnte.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0