Wohnhaus
Salierring 39 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_5115 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Salierring 39, 50677 Köln |
| Baujahr | 1887 bis 1888 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 04.07.1989 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Erbaut 1887/88, 4 Geschosse, 3 Achsen, Backsteinfassade mit Werksteingliederung im Stil der Neurenaissance, später aufgesetztes Dachgeschoss (nach Kriegsschäden); veränderter Balkon im 1. Obergeschoss. Haustüre mit Oberlicht sowie sämtliche Fenster verändert. Rückseitige Fassade und seitlicher Anbau in Backstein mit farbiger Klinkergliederung.
Im Inneren original erhalten: Dekorfliesenboden (beschädigt); Terrazzotreppe (mit PVC belegt) mit schmiedeeisernem Geländer (verändert nach Kriegszerstörung; modernisierter Mipolamhandlauf); Treppenhaus (Erscheinungsbild beeinträchtigt durch später eingebrachte Wandfliesen und Glasbausteine), Wohnungseingänge sonst vollständig modernisiert, Wohnungseingangstüren original, Zuschnitte der Räume verändert, Zimmerdecken abgehängt. Originaler Gewölbekeller in Backstein.
Die von H.J. Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Sie legt sich, den alten Wallstraßen folgend, halbkreisförmig um die Altstadt. Als ihr Kernstück wurde die Ringstraße, ein baumbestandener und mit öffentlichen Grünflächen versehener „Prachtboulevard“ angelegt, bestehend aus 10 Teilstücken von unterschiedlicher Breite und Gestaltung. Hier entstand das repräsentative Wohnviertel der Neustadt, bebaut mit Villen und hochherrschaftlichen Mietshäusern mit großen abgeschlossenen Etagenwohnungen. Der Salierring, verlaufend vom Sachsenring zum Barbarossaplatz und ursprünglich als Alleestraße mit Vorgärten an beiden Seiten angelegt, wurde zwischen 1886 und 1890 bebaut. Seine architektonische Substanz wurde im 2. Weltkrieg fast vollständig zerstört. Das haus Nr. 39 dokumentiert und bewahrt als eines der wenigen erhaltenen an diesem Abschnitt des Ringes trotz mancher Veränderungen das ursprüngliche Erscheinungsbild der Straße. Das Hausinnere dokumentiert nur noch im Hausflur und im Treppenhaus die frühere Wohnkultur. Das Wohnungsinnere ist daher nicht denkmalwert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0