Wohnhaus
Försterstraße 24 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_5958 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Försterstraße 24, 50823 Köln |
| Baujahr | 1907 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 26.03.1991 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
1907 erbaut; Architekt Hermann Mohr (inschr. bez.). 3 Geschosse, 5 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit vier Gauben. In verschiedenen Putztechniken gestaltete Fassade mit Stuckdekorationen vorwiegend im romanisierenden Jugendstil. Betonung der Mittelachse, EG rustiziert. Haustür original, Fenster teilweise original; ehemalige Tordurchfahrt in der rechten Außenachse im Erdgeschoß geschlossen und durch breites Fenster ersetzt; Sockel verändert. Rückseite: verputzt; Fenster größtenteils original, mit Schlagläden in den Erdgeschoßwohnungen; Balkone. Im Innern original erhalten: im Vestibül Terrazzoboden, glasierte Wandfliesen beidseitig der Haustür, Holzbriefkästen; Terrazzoboden im Flur; Terrazzotreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben und Antrittspfosten; im Treppenhaus auch weitgehend die Linkrustatapete mit Profilleistenabschluß; Wohnungseingangstüren; Zimmertüren, zum großen Teil der Deckenstuck, Hoftür, Kellertür.
In dem ab der Jahrhundertwende als eine Art Stadterweiterung zu Altehrenfeld erschlossenen Neuehrenfeld zählt die Försterstraße als Verbindung zwischen Lenauplatz und Ottostraße zu den ersten Siedlungsansätzen. Ihr Straßenbild wird vorwiegend beherrscht von den sog. Zweispännermietshäusern unterschiedlichster Prägung. Das o. g. Gebäude stellt in dem in großen Teilen erhaltenen Straßenzug einen wichtigen integralen Bestandteil dar. Es bildet ein Ensemble mit den Nachbarhäusern Nr. 22 bis Nr. 18. Außerdem gehört es zu einer Gruppe von Häusern, die nach Plänen des Architekten Hermann Mohr errichtet wurden (Nr. 24, 30 bis 34, 40 und 42). Es präsentiert die für diesen Architekten typische Handschrift, wie etwa die deutliche Mittenbetonung und die Verwendung des vom preußischen Königshaus (Wilhelm II.) bevorzugten sog. romanisierenden Jugenstils rheinischer Ausprägung, der im gesamten Kölner Stadtgebiet nur vereinzelt zu finden ist (vgl. z. B. Eichendorffstr. 21, Schadowstr. 55; Neusser Str. 252 und Simon-Meister-Str. 25b in Nippes sowie Rathenauplatz 11 in der Kölner Neustadt). Mit dieser ausgesprochen aufwendigen Fassadengestaltung und der qualitätvollen, noch gut erhaltenen Innenausstattung belegt es die hohen Ansprüche der Erstbewohnerschaft. Als Zeugnis für das Schaffen eines bestimmten Architekten sowie als Beleg für den Formenreichtum der Neuehrenfelder Bebauung des frühen 20. Jahrhunderts, die gerade in diesem Wohnbezirk eindrucksvolle Varianten hervorbrachte, wird das o. g. Gebäude daher zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0