Wohnhaus

Försterstraße 22 · Neuehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6089
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Försterstraße 22, 50823 Köln
Baujahr1905
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 10.06.1991
Stadtteil Neuehrenfeld

1905 inschr. datiert. 3 Geschosse, 6 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit mittigem Giebelhaus und zwei Gauben. In verschiedenen Putztechniken gestaltete Fassade mit Stuckdekorationen im späten Jugendstil. Fenster weitgehend original, Haustür verändert; originale Kellerfensterbleche. Rückseite: zweifarbige Backsteinfassade; Balkone; Fenster und Balkontüren weitgehend original. Im Innern original erhalten: im Vestibül Terrazzoboden mit Mosaikeinlagen und Rahmung, Wandfliesen, sparsamer Wand- und Deckenstuck, Stuck auch am Stützbogen zwischen Vestibül und Treppenhaus; im Flur Terrazzoboden mit Mosaikeinlagen und Rahmung; Hoftür; Terrazzotreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben und Antrittspfosten, Zwischenpodeste in Terrazzo, mit Mosaikkante und schwarzer Rahmung; im Treppenhaus auch weitgehend die Profilleiste auf etwa halber Wandhöhe; Wohnungseingangstüren (mit Holz verkleidet und Oberlichter geschlossen); die ehem. Toilettentüren auf halber Geschoßhöhe (mit Holz verkleidet); vereinzelt Zimmertüren.

In dem ab der Jahrhundertwende als eine Art Stadterweiterung zu Altehrenfeld erschlossenen Neuehrenfeld zählt die Försterstraße als Verbindung zwischen Lenauplatz und Ottostraße zu den ersten Siedlungsansätzen. Der in großen Teilen erhaltene Straßenzug gehört zu dem von Franz Zilkens vornehmlich an wohlhabendere Kreise veräußerten Bereich Neuehrenfelds. Das o. g. Objekt ist integraler Bestandteil eines Ensembles, bestehend aus den Häusern Nr. 18 bis Nr. 24. Gemeinsam mit der gegenüberliegenden, ebenfalls noch qualtitävollen Häuserzeile trägt es wesentlich zur Veranschaulichung des historischen Straßenbildes bei. Die Fassadendekoration dieses breiten, auf die für die Försterstraße typischen sog. Zweispännermietshäuser hinweisenden Gebäudes wird von flächigen Jugendstilelementen, ergänzt durch verschiedene Putztechniken, bestimmt. Der Jugendstil, der das Erscheinungsbild dieses Kölner Stadtteils heute noch prägt, ermöglichte aufgrund seiner großen gestalterischen Variationsbreite es einem jeden Bauherrn, seinem Haus einen ganz eigenen, individuellen Charakter zu verleihen, was darüber hinaus auch den gehobenen Ansprüchen der damaligen Bewohner entgegenkam. Somit wird das o. g. Gebäude auch zu einem unverzichtbaren Dokument für den frühen Neuehrenfelder Mietwohnbau und seine spezifische Ausprägung.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0