Wohn- u. Geschäftshaus

Machabäerstraße 31 · Altstadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6106
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Machabäerstraße 31, 50668 Köln
Baujahrum 1890
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 18.06.1991
Stadtteil Altstadt/Nord

Um 1890 erbaut; Eckhaus zur Domstraße. 4 Geschosse, 5:4 Achsen, abgeschrägte Ecke mit Erker mit aufgesetztem Balkon (Brüstung verändert), ausgebautes Dachgeschoß (verändert). Backsteinfassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an die Renaissance. EG verändert, Fenster weitgehend verändert. Rückseite: Backsteinfassade (angestrichen). Fenster teilweise verändert. Im Innern original erhalten: im Vestibül Terrazzoboden mit Mosaikkante, schwarzer Rahmung und Mosaikeinlagen, etwas Deckenstuck (Mittelmotiv); Stütz- bogen mit etwas Stuck, außerdem zwei Konsolen mit je einem großen, fast vollplastisch gestalteten Kopf; im Flur Terrazzoboden mit Mosaikkante und schwarzer Rahmung, ebenso wie im Vestibül Fußleisten; Terrazzotreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben (Antrittspfosten verändert), Zwischen- podeste in Terrazzo mit Mosaikkante und schwarzer Rahmung (vor den Wohnungseingängen zusätzlich mit Mittelmotiv), Deckenstuck (Profile); vereinzelt die Wohnungseingangstüren oder deren Laibungen; außerdem: ab Hauseingang und im gesamten Treppenhaus Profilleiste auf etwa halber Wandhöhe.

Die Machabäerstraße erhielt ihren Namen nach dem hier, in der südlichen Vorstadt Niederich, gelegenen Benediktine- rinnenkloster zu den sieben makkabäischen Brüdern, das im Jahr 1803 aufgehoben wurde.Sie erstreckt sich vom Eigelstein bis zum Rheinufer. In dem bis zur Kriegszerstörung geschlossen bebauten Straßenzug haben sich nur wenige Zeugnisse der historischen Bebauung erhalten. Zu diesen gehört das Haus Nr. 31. Das große Eckgebäude bildet ein Ensemble mit dem Nachbarhaus Domstr. 47 und trägt auch heute noch zur Gestaltung der Ecksituation bei. Es dokumentiert den Ausbau der Kölner Altstadt im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Anlage der Neustadt, der auch dem "mittelalterlichen" Köln mehr und mehr das Erscheinungsbild einer Großstadt verlieh. Die wachsenden Ansprüche der damaligen Bewohner treten auch in der zum großen Teil erhaltenen Ausstattung des Treppenhauses zutage. Trotz einiger Veränderungen wird das o. g. Gebäude zu einem unver- zichtbaren Dokument der im Zuge der Neustadterschließung errichteten Altstadtbebauung und ihrer spezifischen Ausprä- gung.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0