Wohn- u. Geschäftshaus
Kolumbastraße 5 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6130 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Kolumbastraße 5, 50667 Köln |
| Baujahr | um 1956 |
| Architekt / Planung | Wilhelm Koep |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 09.07.1991 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Um 1956 erbaut; Architekt Wilhelm Frielingsdorf. 5 Geschosse, Flachdach mit überkragender Dachplatte; zur Kolumbastraße originaler eingeschossiger Ladenvorbau auf etwa dreieckigem Grundriß mit Vitrine und Passage mit orig. Werksteinboden; Werksteinfassade mit leicht vorstehenden, farblich abgesetzten Gliederungen, die das Stützsystem andeuten; farblich abgesetzt sind auch die Brüstungsfelder im 1. OG. Weitgehend originaler Ladenbereich im EG (Tür des rechten Geschäftes zur Nord-Süd-Fahrt ist neueren Datums), mit allseitig leicht überkragendem Vordach; Haustür original, Fenster zum großen Teil original. Im Innern original erhalten: Werksteintreppenhaus (bis einschließlich Treppenabsatz im 1. OG mit Solnhofener Platten), schmiedeeisernes Geländer mit Mipolamhandlauf.
Die 50er Jahre, die erste Wiederaufbauphase nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges, geraten als inzwischen abgeschlossene Bauepoche immer mehr in das Interesse der Allgemeinheit. Aus dieser Zeit verfügt gerade Köln über eine große Anzahl Bauten und nach einem Gesamtkonzept erstellte Straßenzüge und Bereiche, in denen das vielfältige Erscheinungsbild der 50er-Jahre-Architektur in eindrucksvoller Weise veranschaulicht wird. Das o. g. Gebäude ist ein wichtiger integraler Bestandteil der Bebauung um den Opernhauskomplex, für die seitens der Stadtplanung ein solches gestalterisches Konzept ausgearbeitet worden war, mit Festlegung der Bauhöhen, Erd- und Dachgeschoßüberkragungen usw. und die sich in der Folgezeit zu einem der einheitlichsten städtebaulichen Bereiche der Nachkriegszeit in der Kölner Innenstadt entwickelte. Mit seinem weitgehend verglasten Erdgeschoß, auf dem der Oberbau, in dessen Fassade das Konstruktionssystem durch die Wahl von verschiedenfarbigem Werkstein sichtbar gemacht wird, als selbständige Einheit "schwebt", präsentiert es typische Merkmale der 50er-Jahre-Architektur. Ein ganz markantes Detail und charakteristisch für die extravagante Variante dieser Stilepoche ist auch der eingeschossige Ladenvorbau mit Vitrine und Passage. Alles in allem macht das Objekt die Bauauffassung der 50er Jahre deutlich faßbar und wird damit zu einem unverzichtbaren Dokument dieser für Köln so wichtigen Architekturphase.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0