Wohn- u. Geschäftshaus
Von-Sparr-Straße 10 · Mülheim
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6172 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Von-Sparr-Straße 10, 51063 Köln |
| Baujahr | 1895 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 22.08.1991 |
| Stadtteil | Mülheim |
1895 erbaut; 4 Geschosse, 3 Achsen, 2farbige profilierte Backsteinfassade (im EG gestrichen), ausgebautes Dachgeschoß, aufwendig gestalteter schmiedeeiserner Fahnenhalter. Stichbogenfenster original, Haustür erneuert. Im Innern original erhalten: im Flur ornamentierter Fliesenfußboden mit Mosaikstruktur, Deckenstuck, Stützbogen, Holztreppe mit gedrechseltem Geländer, zahlreiche Türen mit Laibungen; in Gaststätte reich profilierte halbhohe Wandvertäfelung. Rückseite: backsteinsichtig, Stichbogenfenster original, Dachgauben. Nicht zum Denkmal gehören: rückwärtige Anbauten.
Das Wohn- und Geschäftshaus ist Zeugnis der Mülheimer Stadterweiterung, die infolge des industriellen Wachstums und des damit verbundenen steigenden Wohnraumbedarfs um die Jahrhundertwende erfolgte. Seitlich der Berliner Straße entstanden so nach 1880 in nur wenigen Jahrzehnten Straßenzeilen mit meist 4geschossigen Mietstockwerkbauten, deren Fassadendekor ein teilweise sehr aufwendig gestaltetes Formrepertoire des Historismus aufweist oder sich durch individuelle und abwechslungsreiche Jugendstilelemente auszeichnet. Das 1895 fertiggestellte Gebäude Von-Sparr-Str. 10 ist eines der ersten drei Häuser (mit Nr. 8 und Nr. 50) in dieser seit 1893 im Bau begriffenen ehemaligen Roonstraße. Es bildet mit dem Nachbargebäude Nr. 8 ein gleichartig in einer 2farbigen Backsteinfassade gestaltetes Gebäudepaar, das ein und derselbe Bauherr errichten ließ. Sie sind die einzigen erhaltenen Beispiele städtisch geprägter Backsteinbauten in der Von-Sparr-Straße. Bis heute wird im EG eine Gastwirtschaft betrieben. Von der ursprünglichen Innenausstattung ist eine reich profilierte Holzvertäfelung an den Wänden erhalten geblieben und im Flur weisen im farbig gefaßten Deckenstuck Traubenrispen auf die Schenkwirtschaft und das später eingerichtete Restaurant (ab 1905) hin.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0