Wohnhaus

Von-Sparr-Straße 34 · Mülheim

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_7120
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Von-Sparr-Straße 34, 51063 Köln
Baujahrum 1905
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 28.04.1994
Stadtteil Mülheim

Um 1905 erbaut; 3 Geschosse und ausgebautes Mansarddachgeschoß; 3 Achsen, Betonung der Mittelachse durch Giebel mit Stichbogenabschluß; Putzfassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an den Jugendstil; Haustür erneuert; Fenster erneuert.

Rückseite: backsteinsichtig; Hoftür erneuert; Fenster erneuert; backsteinsichtiger 3geschossiger Anbau mit erneuerten Fenstern; im Erscheinungsbild veränderter Garten mit allseitigen Einfriedungsmauern aus Backstein.

Im Inneren original erhalten: Im Eingangsbereich: Terrazzoboden, halbhohe Wandverkleidung mit Keramikfliesen, Wand- und Deckenstuck; im Treppenhaus: Terrazzoboden und -treppe mit gedrechseltem Holzgeländer und Antrittspfosten; Kellertür; Wohnungsabschlußtüren.

Die im Mittelalter entstandene Ortschaft Mülheim gehörte bis zur französischen Besetzung 1795 zur Grafschaft bzw. dem Herzogtum Berg, kam 1815 zur preußischen Rheinprovinz und wurde 1914 nach Köln eingemeindet. Seit 1870 entwickelte sich die Kleinstadt Mülheim rasch zur großindustriell geprägten Mittelstadt, nachdem u. a. durch die Anlage von Eisenbahnlinien 1845 bzw. 1856-74 die Ansiedlung von Industriebetrieben am Rande des historischen Ortskerns begünstigt worden war. Der Bevölkerungszuwachs infolge des wirtschaftlichen Aufschwungs führte zur Bebauung ehemals freien Geländes mit Wohnbauten. Zu dieser gründerzeitlichen Stadterweiterung Mülheims gehört auch der Bereich Berliner Straße, Schützenhof-, von-Sparr- und Hacketäuerstraße. Dort entstand ein in seiner Geschlossenheit noch heute wirkungsvolles Ensemble schlichter, zumeist viergeschossiger Mietstockwerkhäuser. Der Name von-Sparr-Straße, früher Roonstraße, geht auf Feldmarschall Otto Christoph Freiherr von Sparr (ca. 1605-1668) zurück, nach dem das Infantrieregiment Freiherr von Sparr (3. Westfälisches) Nr. 16, die sog. "Hacketäuer", benannt war, das zwischen 1902 und 1918 in der ehemaligen, teilweise der Straße anliegenden Kaserne untergebracht war. Das o. g. Objekt entstand im Zuge der Erstbebauung der Straße um die Jahrhundertwende. Es dokumentiert als eines der jüngeren Gebäude mit Jugendstildekor die bauliche Entwicklung des historischen Straßenbildes und ist deshalb unbedingt zu erhalten.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0