Wohnhaus

Von-Sparr-Straße 16 · Mülheim

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_7109
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Von-Sparr-Straße 16, 51063 Köln
Baujahrum 1890
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 07.04.1994
Stadtteil Mülheim

Um 1890 erbaut; 4 Geschosse; 4 Achsen; zweifarbige Backsteinfassade mit Gliederungen, EG verändert (verputzt); Haustür erneuert; Fenster erneuert.

Rückseite: backsteinsichtig; Fenster erneuert; Hoftür original; 3geschossiger backsteinsichtiger Anbau mit erneuerten Fenstern (der anschließende kleinere Anbau ist nicht Bestandteil des Denkmals); allseitig backsteinsichtige Einfriedungsmauern.

Im Inneren original erhalten: Holztreppe mit gedrechseltem Geländer und im EG geschlossener Lichtwange mit Kellertür; Wohnungstüren; ehemalige Aborttüren.

Die im Mittelalter entstandene Ortschaft Mülheim gehörte bis zur französischen Besetzung 1795 zur Grafschaft bzw. dem Herzogtum Berg, kam 1815 zur preußischen Rheinprovinz und wurde 1914 nach Köln eingemeindet. Seit 1870 entwickelte sich die Kleinstadt Mülheim rasch zur großindustriell geprägten Mittelstadt, nachdem u. a. durch die Anlage von Eisenbahnlinien 1845 bzw. 1856-74 die Ansiedlung von Industriebetrieben am Rande des historischen Ortskerns begünstigt worden war. Der Bevölkerungszuwachs infolge des wirtschaftlichen Aufschwungs führte zur Bebauung ehemals freien Geländes mit Wohnbauten. Zu dieser gründerzeitlichen Stadterweiterung Mülheims gehört auch der Bereich Berliner Straße, Schützenhof-, von-Sparr- und Hacketäuerstraße. Dort entstand ein in seiner Geschlossenheit noch heute wirkungsvolles Ensemble schlichter, zumeist viergeschossiger Mietstockwerkhäuser. Der Name von-Sparr-Straße, früher Roonstraße, geht auf Feldmarschall Otto Christoph Freiherr von Sparr (ca. 1605-1668) zurück, nach dem das Infanterieregiment Freiherr von Sparr (3. Westfälisches) Nr. 16, die sog. "Hakketäuer" benannt war, das zwischen 1902 und 1918 in der ehemaligen, teilweise der Straße anliegenden Mülheimer Kaserne untergebracht war. Das o. g. Objekt entstand im Zuge der Erstbebauung der Straße um die Jahrhundertwende. Es trägt zur Charakterisierung der baulichen Entwicklung des historischen Straßenbildes bei und dokumentiert als eines der älteren Gebäude im Ensemble der Häusergruppe mit Backsteinfassaden (Nr. 8-16) gegenüber der ehemaligen Kaserne die frühe Bebauungsphase der Straße.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0