Wohn- u. Geschäftshaus
Eichendorffstraße 49 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6193 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Eichendorffstraße 49, 50823 Köln |
| Baujahr | 1907 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 29.08.1991 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
1907 erbaut, Eckhaus zur Landmannstraße. 3 Geschosse, 6:3 Achsen, abgeschrägte Ecke, ausgebautes Dachgeschoß mit Giebelhaus über der Ecke. Putzfassade mit Stuckgliederungen im Jugendstil. EG verändert, Fenster und Türen verändert. Rückseite: Backstein angestrichen; Fenster weitgehend verändert. Im Innern original erhalten: im Hausflur Terrazzoboden mit Mosaikeinlagen (leichte Beschädigungen); Terrazzotreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben, Zwischenpodeste in zweifarbigem Terrazzo; im Treppenhaus zum großen Teil die Profilleiste auf etwa halber Wandhöhe. Nicht zum Denkmal gehört: eingeschossiger, verputzter rückwärtiger Anbau.
Der Stadtteil Neuehrenfeld wurde ab der Jahrhundertwende als eine Art Stadterweiterung von Ehrenfeld aus erschlossen. Die von der Annakirche aus als Wohngebiet für gehobene Ansprüche angelegte Eichendorffstraße dient der Verbindung zum Ehrenfeldgürtel bzw. zum Lenauplatz. Sie gehört zu den frühen Dokumenten der Wohnbebauung und hat wie kaum ein anderer Straßenzug in diesem Bereich ihren ursprünglichen Charakter bewahrt. Das o. g. Objekt ist integraler Bestandteil des jüngeren Straßenabschnitts zwischen Ehrenfeldgürtel und Lenauplatz, der in den von der "Ehrenfelder Arbeiterwohnungsgenossenschaft" (heute: "Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Ehrenfeld GmbH") besiedelten Wohnbezirk übergeht. Hier sind die Ausstattungen nicht mehr so aufwendig wie im vorderen Teil der Eichendorffstraße. Als Abschlußbau dieses Straßenzugs und Überleitung zur Landmannstraße - quasi als Kopfbau dieser beiden Straßen zum Lenauplatz - ordnet es sich in die ihn umgebende Bebauung ein, die den für Neuehrenfeld typischen Jugendstil in seiner ganzen gestalterischen Bandbreite veranschaulicht. Das Gebäude wird somit trotz der Veränderungen zu einem unverzichtbaren Dokument für die Neuehrenfelder Architektur des frühen 20. Jahrhunderts und ihre stadtteilspezifische Ausprägung.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0